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BHC VERPASST HAUCHDÜNN EINEN PUNKT

06.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat gegen die Rhein-Neckar Löwen alles reingeworfen, stand in der zweiten Halbzeit kurz davor, das Spiel komplett auf seine Seite zu ziehen, musste sich zum Schluss aber doch geschlagen geben. Ein paar Fehler zu viel machten beim 26:27 (13:14) den Unterschied.
Die Stimmung war famos bei den knapp 2500 Zuschauern in der Wuppertaler Unihalle. Gerade hatte Johannes Wasielewski den Ball ins leere Tor der Rhein-Neckar Löwen zum 22:20 geworfen und damit einen 5:0-Lauf des BHC perfekt gemacht. Eine knappe Viertelstunde war noch zu spielen, und die Riesenchance war da, die Weichen entscheidend zu stellen. Doch es kam anders.
Zunächst hatten die Gastgeber Pech. Christopher Rudeck hielt frei, der Abpraller landete bei Jannik Kohlbacher, der die Mannheimer Torflaute beendete. Danach aber verloren die Bergischen den Ball in zwei Angriffen hintereinander, und in der Deckung sah Tom Bergner Rot für eine Abwehraktion gegen Haukur Thrastarson. Die Unparteiischen sichteten die Szene so lange im Videobeweis, dass durch die lange Unterbrechung ein klein wenig der Atmosphären-Stecker in der Unihalle gezogen wurde.
Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, übernahmen in der folgenden Überzahl die Führung und bauten diese unter etwas Mithilfe des BHC, der weitere technische Fehler einstreute, aus. Als das Match scheinbar schon aus der Hand glitt, setzten die Hausherren zu einer letzten Aufholjagd an. Julian Fuchs verkürzte, der starke Rudeck hielt einen Siebenmeter gegen Ketin Mahé. Auf der anderen Seite vergab Lars Kooij das mögliche 25:26, so dass Thrastarson wieder auf drei Tore Abstand stellte.
Dann sah auch noch Robert Timmermeister bei den Gästen Rot, Lukas Becher stellte auf 25:27, Gerdas Babarskas schaffte den Anschluss 21 Sekunden vor dem Ende. Der BHC versuchte alles, um noch einmal an den Ball zu kommen, doch die Mannheimer brachten das 27:26 auch dank einer letzten Auszeit ins Ziel.
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war sichtbar, doch die Mannschaft hatte alles gegeben und sich schon vor der Endphase von einigen Rückschlägen erholt. In der ersten Halbzeit warf sie knapp neun Minuten kein Tor. Aus einem 5:8-Rückstand machten Sören Steinhaus, Julian Fuchs, Lukas Becher, Tim Hilding und Fynn Hangstein wieder ein 10:10. Die Abwehr funktionierte, Rudeck trumpfte immer wieder mit Paraden auf. Das galt allerdings genauso für David Späth bei den Rhein-Neckar Löwen. Auch er entnervte seine gegnerischen Feldspieler immer wieder. So stand der BHC unmittelbar nach der Halbzeitpause (13:14) kurz vor dem Ausgleich. Späth war gegen Becher und Hangstein zur Stelle, hielt wenig später auch noch gegen Wasielewski und Fuchs und hatte damit seinen Anteil am 18:14-Vorsprung seines Teams. Beeindrucken ließ sich der BHC davon nicht. Im Gegenteil: Er setzte zu seiner besten Phase an, die ihn kurz auf die Siegerstraße brachte. Viel fehlte nicht, und er wäre darauf geblieben.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen

MO GREIFT WIEDER AN

05.09.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Mit Kabiru Hashim Mohammed, kurz „Mo“, hat sich der SSV Germania 1900 Wuppertal verstärkt. Im Sommer 2017 machte der Stürmer auf sich aufmerksam, als er für den TSV Union Wuppertal 43 Treffer erzielte und die Hardenberger den Meistertitel holten. Natürlich schmückte Mo damals als Coverboy die Juni-Ausgabe des FUSSBALL-REPORT. Ob er nach zehn Jahren wieder so aufdrehen kann, bleibt spannend. Schließlich hat der 31-Jährige nicht freiwillig mehrere Jahre pausiert. Wegen einer Knorpelverletzung im Knie wurde der schnelle Angreifer zurückgeworfen.


WSV: VIERTE SCHLAPPE

05.09.26 FUSSBALL OBERLIGA - Vier Spiele – vier Niederlagen. Dabei hatten die Verantwortlichen des WSV so sehr auf den ersten Saisonsieg in der Oberliga gehofft. Diesmal war zwar Cheftrainer Tim Schneider anwesend. Aber die junge Truppe war bei der 0:2-Schlappe gegen BW Dingden nicht besser als in der Vorwoche beim 0:1 in Büderich, als Urlauber Schneider fehlte. Diesmal hatte er nach dem Match viel Lob für den Gast. Es wird Zeit, dass der schon jetzt angeschlagene Coach mal gute Worte für seine unerfahrene und nicht eingespielte Mannschaft aussprechen kann. Zugegeben, mit dem Verletzungsanfälligen Kapitän Semir Saric fehlte einer der besten, routinierteren WSV-Kicker. Aber dafür stand erstmals in dieser Saison Routinier Felix Herzenbruch nach überstandener Sperre in der Abwehr. Wo der Schuh drückt, in der Offensive, fehlt immer noch ein Stürmer mit Vollstreckungsqualitäten. Ein Tor in vier Spielen – zu wenig, um den zweiten Abstieg in Folge zu verhindern.

Fotos aus dem Stadion am Zoo: Jochen Classen

KEINE ZEIT ZUM AUSRUHEN

04.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Am Ergebnis lag es nicht, dass die Stimmung nach der 29:34-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt sehr gedämpft war. „Wir haben gegen eines der besten Teams überhaupt gespielt“, sagt das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz. „Aber es ist wichtig, dass wir an den Sieg glauben, wenn wir auf die Platte gehen.“ Mit diesem Feuer will der Bergische HC nur 72 Stunden nach dem Heimauftakt ins Duell gegen die Rhein-Neckar Löwen gehen. Anwurf in der Wuppertaler UNIHALLE ist am Samstagabend um 20 Uhr.
Zur Analyse des Flensburg-Duells, in dem die Bergischen unter anderem 20 Minuten überragend und 30 Minuten angriffsschwach agierten, bleibt zwischen den beiden Spielen ohnehin keine Zeit. „Im Training hat das Spiel keine Rolle mehr gespielt. Wir haben den Fokus voll auf die Rhein- Neckar Löwen gelegt“, sagt Pütz. Ein echtes Mannschaftstraining fand am Donnerstag nicht statt. Es ging hauptsächlich um Regeneration und Videovorbereitung. „Freitag findet dann schon das Abschlusstraining statt. Wir haben also eine intensive Einheit – so ist das in einer Englischen Woche“, betont Gunnarsson.
Verletzt hat sich am Mittwoch niemand, so dass voraussichtlich dieselbe Mannschaft gegen die Rhein-Neckar Löwen antritt. Der Einsatz von Zugang Janik Schrader (Fußverletzung) ist weiterhin fraglich. Definitiv fehlen wird Yannick Fraatz, der sich aber auf gutem Weg befindet, noch in diesem Jahr von seinem Kreuzbandriss zurückzukehren.
Die Chance, gegen die Rhein-Neckar Löwen die ersten Punkte der neuen Saison zu holen, ist nominell größer als gegen Meisterschaftsaspirant Flensburg. „Auch die Rhein-Neckar Löwen sind eine Mannschaft mit sehr großem Potenzial“, weiß Pütz. Die beiden Niederlagen zum Auftakt täuschen darüber nicht hinweg. Zunächst verloren die Mannheimer ein umkämpftes Spiel in Hannover mit 31:32. Im ersten Heimspiel unterlagen sie dem VfL Gummersbach mit 26:31.
Gunnarsson: „Da sind sie am Ende volles Risiko gegangen und sind nicht belohnt worden. Das Spiel war viel knapper als das Ergebnis.“ Nun also werden sich auch die Rhein-Neckar Löwen große Chancen auf ihre ersten Saisonpunkte ausrechnen. Pütz erklärt: „Sie haben ein gutes Sieben-gegen-Sechs, das sie häufiger zum Einsatz bringen. Die Kreisläufer-Kooperation ist sehr stark.“ Davon profitiert auch Aron Seesing, der im Sommer vom BHC nach Mannheim gewechselt ist. Sein Einstand bei den Rhein-Neckar Löwen war überzeugend. Er erhält viel Spielzeit auf beiden Seiten des Feldes und hat fünf beziehungsweise sechs Tore erzielt. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen mit seinem alten Club.
Der Rest der Mannschaft ist nach Lage der Dinge ebenfalls dabei. Darunter sind mit Jannik Kohlbacher, Dani Baijens, Jacob Lassen, Haukur Thrastarson, Kentin Mahé sowie Torhüter David Späth zahlreiche sehr namhafte Spieler. Ein weiterer Ex-BHCer bei den Rhein-Neckar Löwen ist Tim Nothdurft, der von 2022 bis 2024 im Bergischen Land spielte. Foto: Jochen Classen

BHC REIST IN DIE HAUPTSTADT

03.09.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Es ist schon eine kleine Tradition, dass sich der Bergische HC am ersten oder zweiten Saison-Spieltag auf den Weg in die Bundes-Hauptstadt macht. Am Samstag tritt das Team von Trainer Ruben Voßhans bei den Füchse Berlin Frauen an. Anwurf in der Sporthalle Charlottenburg ist um 19:00 Uhr. Geleitet wird die Partie von den beiden Schiedsrichtern Lukas und Robert Müller, die vor zwei Jahren auch das BHC-Zweitliga-Debüt in Berlin gepfiffen haben.
Sowohl der BHC als auch die Füchse starteten erfolgreich in die neue Spielzeit und bewiesen am vergangenen Wochenende ihre „Comeback-Qualitäten“. Die Bergischen Löwinnen lagen gegen den ESV Regensburg bereits mit 14:18 zurück und gewannen schließlich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung mit 27:24.
Die Füchse Berlin holten bei den Handball Luchsen in Buchholz sogar 20 Minuten vor Schluss noch einen Fünf-Tore Rückstand auf und siegten 36:31. Beide Teams müssen auf ihre „Halblinke“ verzichten. Bei Kim Ott (BHC) ist die Fußverletzung fast verheilt. Ein Einsatz kommt jedoch nicht in Frage. Spielführerin Lucy Gündel (Füchse) wird nach Kreuzband-OP dagegen noch einige Monate passen müssen.

SONNBORN ERWARTET SCHWARZ-WEISS ESSEN

03.09.26 FUSSBALL NIEDERRHEINPOKAL - Es gibt nur noch wenige Wuppertaler Fußballfans, die sich noch an das DFB-Pokalmatch vor vollem Stadion am Zoo erinnern, das der WSV gegen Schwarz-Weiss Essen mit 6:0 gewann. Alle Tore schoss Günter "Fifa" Augustat, dessen Enkel seit einigen Jahren in der bergischen Tennisszene den Ton angibt. Später verpasste der WSV durch eine unglückliche Niederlage gegen den Hamburger SV das deutsche Pokalfinale.
Heute spielen beide Klubs, WSV und Essen, in der fünften Liga. Die Männer vom Uhlenkrug kommen am 23. September wieder einmal nach Wuppertal. Doch Gastgeber ist nicht der WSV, sondern Bezirksliga-Aufsteiger SC Sonnborn (Foto). Der WSV muss zur gleichen Zeit in der 2. Runde des Niederrheinpokals beim Bezirksligisten FSV Duisburg antreten.
Die 2. Runde:
SV Lohhausen - VfB Hilden
SV Haldern - RW Oberhausen
Rheydter SV - MSV Duisburg
SF Broekhuysen - RW Essen
Union Nettetal - 1.FC Bocholt
SW Alstaden - SV Biemenhorst/Fortuna Düsseldorf
FSV Duisburg - Wuppertaler SV
1919 Oberhausen - D‘dorfer SC
DJK Adler Frintrop - SSVg Velbert
TSV Meerbusch - Ratingen 04/19
SC Sonnborn - ETB SW Essen
Essen-Schöneb. - Kosova D‘dorf
OSV Meerbusch - SC St. Tönis
SC Kapellen-Erft - 1.FC Monheim
VSF Amern - KFC Uerdingen

BHC STARTET SCHWACH IN BEIDE HÄLFTEN

03.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit 29:34 (18:21) verlor der Bergische HC gegen die SG Flensburg-Handewitt. Während das Ergebnis gegen ein absolutes Topteam der Handball-Bundesliga nicht überraschend ist, herrschte nach dem Schlusspfiff Unzufriedenheit. Grund dafür waren die schlechten Auftaktphasen in beiden Spielhälften.
Nach knapp zehn Minuten lagen die Gastgeber bereits 0:6 hinten. Zahlreiche Fehlwürfe und ein paar Ballverluste hatten zum Fehlstart geführt, den die Mannschaft in der Folge wiedergutmachte. So erzielte der BHC bis zur Halbzeitpause 18 Treffer und verkürzte zwischendurch auf 14:16. Fynn Hangstein agierte in diesen extrem überzeugenden 20 Minuten sehr stark und erzielte den Großteil seiner insgesamt zehn Tore. Kurz vor der Pause machte auch Johannes Wasielewski, der im rechten Rückraum aufgrund der Fußverletzung von Janik Schrader weiter auf sich alleine gestellt war, wichtige Treffer.
Ein paar Mal schien sogar eine Wende möglich zu sein, doch in diesen Momenten bestraften die Flensburger kleinere BHC-Fehler konsequent. So blieb es aus BHC-Sicht immer bei einem knappen Rückstand, aber die Mannschaft war im Spiel. Das 18:21 zur Halbzeit sorgte für gute Stimmung bei den 2541 Fans in der Wuppertaler Unihalle. Es herrschte Optimismus. Sogar eine Wende schien denkbar zu sein.
Doch wie in der ersten Hälfte kamen die Löwen schwach aus der Kabine. Diesmal dauerte es zwar nur fünf statt zehn Minuten bis zum ersten Treffer, doch bis zur 50. Minute gelangen nur vier Stück. An eine Aufholjagd war daher nicht zu denken. Selbst eine überragende Torhüter-Leistung von Christopher Rudeck genügte nicht, um das Spiel spannend zu machen. Bis zum Schlusspfiff hielt der Keeper zwölf Bälle und hatte eine Paradenquote von 46 Prozent. Trotzdem kamen die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt mehr für Punkte infrage. Die Flensburger verwalteten ihren Vorsprung souverän und freuten sich über einen letztlich ungefährdeten Auswärtssieg.

Fotos aus der Wuppertaler UniHalle: Jochen Classen

KIEZKICKER SPIELEN AM FREITAG AUF DER ALM

02.09.26 FUSSBALL 2. BUNDESLIGA - Nach zwei Unentschieden hatte man am Millerntor so richtig Lust einen Heimsieg zu feiern. Allerdings hatten die roten Teufel nach zwei Unentschieden auch drei Punkte auf der Wunschliste. Der 1. FC Kaiserslautern war es, der in der 29. Minute durch Erencan Yardimci die Führung markierte. Trainer Torsten Lieberknecht wechselte zur 2. Halbzeit seinen Torschützen gegen Thierry Tazemeta aus. Kaum hatte Schiedsrichter Eric Weisbach angepfiffen, setzte Joker Thierry den zweiten Treffer für die Bezekicker in die Maschen. Die St. Pauli-Ultras mussten schlucken und sangen munter weiter. Trainer Marcel Rapp konnte endlich wieder auf seinen wiedergenesenen Stürmer Abdoulie Ceesay zählen. Der lief in der 55. Minute aufs Spielfeld und ließ sich in der 56. Minute für den Anschlusstreffer feiern. Die Partie wurde hitzig, ein Regenschauer kühlte und die Gäste um Kapitän Marlon Ritter ließen nichts anbrennen.
Nach dem 1:2 bleibt der FC St. Pauli sieglos, kann aber bereits am Freitagabend bei der Arminia Bielefeld am ersten Saisonsieg feilen.

Fotos vom Millerntor: Odette Karbach

WSV WEITER OHNE PUNKT

30.08.26 FUSSBALL OBERLIGA - Auch im dritten Saisonspiel, im Match der Erfolglosen, kam Viertliga-Absteiger WSV nicht zum erhofften ersten Sieg. Gastgeber Büderich dagegen konnte sich freuen. Eine Viertelstunde vor Schluss der ausgeglichenen Begegnung war es der 22-jährige Dion Gutaj, der das Goldene Tor mit einem herrlichen Distanzschuss erzielte. 1:o für den FC Büderich. Kein Punkt für den Sturm schwachen Gast, der vor 513 Zuschauern schon früh seinen verletzten Kapitäm Semir Saric (25.) verlor. Ungewiss, ob das Mittelfeld-Ass am Freitag am Zoo gegen Dingden eingesetzt werden kann. Felix Herzenbruch hat seine Sperre abgesessen. Ein Hoffnungsträger für die junge, unerfahrene Mannschaft. Mit 34 Jahren... 

Fotos aus Büderich: Jochen Classen

NEUZUGANG IM FUCHSBAU

30.08.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Der FSV Vohwinkel 48 freut sich, mit Nils van Kleef einen weiteren Neuzugang begrüßen zu dürfen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler wurde beim SC Velbert ausgebildet und war zuletzt für die SF Niederwenigern in der Oberliga aktiv, bevor er ein Jahr in Australien verbrachte.
Nils überzeugt mit einer starken Physis, viel Qualität am Ball und seiner flexiblen Einsetzbarkeit im Mittelfeld. Mit seinen Fähigkeiten wird er unser Spiel noch variabler machen und unserer Mannschaft verstärken, so der Wortlaut aus dem Fuchsbau. Foto: FSV

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