OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


EIN PUNKT, ZWEI PLATZVERWEISE, SPIELWIEDERHOLUNG

22.03.26 FUSSBALL REGIONALLIGA - Die Situation des WSV wird immer prekärer. Am Zoo gab es gegen die Sportfreunde Lotte vor 1400 Zuschauern nur ein 0:0. Aber den Wuppertalern kann man diesmal nichts vorwerfen. Kampf. Einsatzbereitschaft stimmten. Möglich, dass aus einem Zähler doch drei Punkte werden. Der WSV erwägt nämlich einen Protest gegen die Spielwertung. Und diese rhäte, lauf Experten, Aussicht auf Erfolg.
Im Mittelpunkt stand der ohnehin umstrittene Schiedsrichter, der in der siebten Minute zwar ein angebliches Foul, aber nicht den angeblichen Verursacher gesehen haben soll. Zehn Minutenn wurde diskutiert, bevor der Unparteiische auf Anraten einiger Lotter Ersatzspieler dem Japaner Nishimura Rot zeigte. „Das ist unfassbar“, ärgerte sich WSV-Trainer Mike Wunderlich und bestätigte: „Der Schiedsrihcter hatte nichts gesehen und wir sollten entscheiden, welcher Spieler vom Platz gestellt werden solle.“
Der verletzte Gästespieler wurde von WSV-Arzt Dr. Tim Heinz behandelt und konnte weiterspielen. Lotte war überlegen, erzielte ein Abseitstor und einen Lattentreffer. Nach einem angedeuteten Schlag flog auch noch Aydogan nach 82 Minuten vom Platz. Auch mit nur noch acht Feldspielern gab sich der WSV nicht geschlagen, hielt das torlose Unentschieden. Nur ein Punkt im spannenden Abstiegskampf. Doch vielleicht werden es drei. Oder keiner, wenn ein mögliches Wiederholungsspiel verloren gehen sollte. M. O. Foto: Jochen Classen

BHC WILL GEGEN ROSTOCK NACHLEGEN

21.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Auch gegen den Tabellenführer spielte der Bergische HC seine Heimspielstärke aus. Im Nachholspiel erkämpfte sich das Team von Interimstrainerin Assina Müller vergangene Woche ein 29:29 Unentschieden. „Ich hatte von der Mannschaft eine Reaktion nach dem schwachen Auftritt in Freiburg gefordert. Die hat sie
unverkennbar gezeigt“, so die 33-Jährige zufrieden, die zum Saisonende ihre Doppelfunktion aufgeben und weiterhin „nur“ als Geschäftsführerin die Geschicke beim Zweitligisten leiten wird.
Im Spiel heute gegen den Rostocker HC nimmt sie ihre Spielerinnen erneut in die Pflicht. Im Hinspiel setzte es eine empfindliche 25:30-Niederlage. Der BHC-Angriff kam mit der offensiven Abwehr des Aufsteigers überhaupt nicht zurecht. „Darauf haben wir uns vorbereitet.“ Bis auf Torhüterin Natascha Krückmeier steht Müller der komplette Kader zur Verfügung. Anwurf ist um 18:30 Uhr in der Sporthalle Wittkulle (FALS). Foto: Kevin Becher

WIEDER KEIN TOR, ABER EIN PUNKT

18.03.26 FUSSBALL-REGIONALLIGA - Sollte man nach dieser Duell der Kellerkinder lachen oder weinen? Immerhin holte der Wuppertaler SV am Dienstagabend ein Unentschieden beim SV Rödinghausen. Aber statt des 0:0 hatten sich die Gäste vor 700 Zuschauern einen Sieg erhofft. Der Optimismus war trotz der enttäuschenden Leistungen in den vergangenen Wochen und dem „Machtkampf“ auf der Führungsetage berechtigt, weil Trainer Mike Wunderlich fast alle Spieler an Bord hatte und die Qual der Wahl hatte. Nur ein 0:0 – eigentlich zu wenig im Kampf um den Klassenerhalt. Ob der dringend erwartete Befreiungsschlag der Löwen am Samstag (14 Uhr) am Zoo gelingen wird? Gegen die Sportfreunde Lotte zählt nur ein Sieg. Kampf und Einsatz, wie in Rödinghausen gezeigt, reichen nicht! Foto: Jochen Classen

MUSIALA UND WIRTZ IM BLICK

18.03.26 FUSBALLMUSEUM - Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund eröffnet am Mittwoch (25. März) seine neue Blockbuster-Ausstellung SUPERHEROES. Jamal Musiala. Florian Wirtz. The Immersive Experience. Die Schau erzählt die Geschichte der beiden Nationalspieler in einem außergewöhnlichen multimedialen Ausstellungsformat. Zum ersten Mal widmet das Deutsche Fußballmuseum im Herzen des Ruhrgebiets zwei aktuellen Superstars eine eigene Ausstellung, die bis zum 6. Januar 2027 zu sehen sein wird und im engen Dialog mit Jamal Musiala und Florian Wirtz entstanden ist.
Ergänzend, aber separiert zu der Großraumproduktion, zeigt das Deutsche Fußballmuseum die Galerieausstellung Lebe deinen Traum! Die Geschichte von Jamal Musiala und Florian Wirtz, die als eine begehbare Graphic Novel gestaltet ist und einen Bogen von der Vergangenheit bis in die Zukunft schlägt.
Die Ausstellungspremiere feiert das Deutsche Fußballmuseum in einem neuen, jungen Eröffnungsformat: exklusiv mit 400 Kindern und Jugendlichen, die sich mit ihren Familien für die Veranstaltung bewerben konnten. 

BARTH-TORJÄGERKANONE

16.03.26 FUSSBALL IM TAL - Alphonso Henock Manata hat sich zwei Ziele für diese Saison gesetzt. Erstens Wuppertaler Torschützenkönig zu werden und zweitens mit dem FSV Vohwinkel in die Landesliga aufzusteigen. Beide Ziele sind realistisch, zumal es in diesen Wochen optimal läuft. Mit 25 Treffern führt er mit zehn Toren Vorsprung die Fussball-Report-Liste an und wird wohl die BARTH-TORJÄGERKANONE gewinnen. Und auch die Aussicht auf den Gruppensieg in der Bezirksliga ist sehr gut. Die Tabelle vom 16. März 2026:
 1. Alphonso Henock Manata FSV Vohwinkel 25 Tore
 2. Nermin Hadzic SC Viktoria Rott             15 Tore
     Aleksandar Stanojevic FK Jugoslavija   15 Tore
 4. Niklas Dörrier FSV Vohwinkel 13 Tore
 5. Tim Zemlianski FSV Vohwinkel   10 Tore
     Kleomenis Tsioutsioulitis Cronenberger SC   10 Tore
 7. Luca Lenz FK Jugoslavija    9 Tore
    Benedikt Steven SSV Germania   9 Tore
 9. Mirza Mujkanovic FK Jugoslavija   8 Tore
10. Yassin Bouaasria FK Jugoslavija   6 Tore

Foto von Odette Karbach: Goalgetter Aleksandar Stanojevic

BHC VERPASST DIE SENSATION KNAPP

16.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Drei Minuten vor Schluss glich Sören Steinhaus das Duell gegen den SC Magdeburg noch mit einem Gewaltwurf zum 24:24 aus. Der Bergische HC stand kurz davor, zum ersten Mal seit fünfeinhalb Jahren gegen den großen Favoriten Zählbares zu gewinnen. Doch am Ende blieb es bei einer bemerkenswerten Leistung, die die Gastgeber in der ausverkauften Mitsubishi Electric HALLE beim 25:27 (11:11) nicht veredeln konnten.
Die erste Überraschung sahen die 4000 Fans bereits beim Aufwärmen. Eloy Morante Maldonado war nach vier Monaten Verletzungspause wieder im Kader – und er kam bereits früh zum Einsatz. Weil Steinhaus nach einem Durchbruch erwischt worden war und liegen blieb, die Unparteiischen aber keine Zeitstrafe erkannten, musste er per Regel für drei Angriffe vom Feld. Morante sprang ein und sah sofort so aus, als sei er nie weggewesen. Er traf zum 8:5 und 9:6 in einem Spiel, dem der BHC bis dahin seinen Stempel aufgedrückt hatte.

Nach Wiederbeginn legten die Magdeburger in doppelter Überzahl vor und profitierten in dieser Phase auch von einem Stürmerfoul-Pfiff gegen Fynn Hangstein. Kritische Entscheidungen wie diese gab es im weitere Spielverlauf noch viele – und alle waren in dem extrem engen Match gleichermaßen bedeutsam. Der BHC erholte sich auch von einem 13:16 Rückstand. Es folgte eine Phase, in der beiden Teams im Angriff viel gelang. Aron Seesing, Hangstein, Julian Fuchs, Johannes Wasielewski, wieder Fuchs und per Siebenmeter Noah Beyer trafen schnell hintereinander. Nach dem 19:21 fand dann auch der für Rudeck eingewechselte Lukas Diedrich immer besser ins Match. Er parierte gegen Elvar Jonsson sowie Gisli Kristjansson und verhalf seinem Team so zum neuerlichen Ausgleich. Eloy Morante Maldonado vollstreckte in der 49.
Minute zum umjubelten 21:21.
Der BHC war nun am Drücker. Diedrich entschärfte einen weiteren Ball akrobatisch, Lars Kooij stellte auf 22:22, und Noah Beyer erzielte sogar die Führung. Diedrich hielt diese gegen Felix Claar beinahe fest, doch der Ball trudelte nach der Abwehraktion doch noch so eben ins Netz. Magdeburg blieb das Glück in dieser Phase hold. Wasielewski kassiert ein Stürmerfoul, Steinhaus soll den Ball beim Pass an den Fuß bekommen haben. Diese Ballverluste taten weh, zumal sie weitere BHC-Vorsprünge verhinderten. Nach Claars 24:23 für den SCM glich Steinhaus wieder beherzt aus, hatte beim möglichen 25:25 aber Pech mit der Latte. Claar stellte auf 26:24 und durfte wenig später mit seinen Magdeburgern feiern. Daran
änderte auch Steinhaus‘ letzter Treffer zum 25:26 55 Sekunden vor Schluss nichts mehr. Der Tabellenführer traf durch Omar Ingi Magnusson und nahm die Punkte gerade so doch noch mit nach Sachsen-Anhalt.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle: Jochen Classen

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