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 DIE REDAKTION

NACHRUF (09.08.20)

Kurt Keil lebt nicht mehr

Gibt es etwas Schlimmeres, als über einen der besten Freunde und Kollegen einen Nachruf schreiben zu müssen? Über einen ausgezeichneten Fotografen, der seit den ersten Stunden der Bergischen Handballzeitschrift (1977) dabei war und den Fußball-Report seit 1983 mitgeprägt hat? Kurt Keil lebt seit der vergangenen Nacht nicht mehr. Er wurde von seinem schweren Leiden erlöst, ist in der Klinik in Barmen friedlich eingeschlafen.
Anfang dieses Corona-Jahres feierte der stets gut gelaunte Kurt Keil auf seiner Lieblingsinsel Wangerooge den Achtzigsten seiner geliebten Ehefrau Grete, besuchte die Familie seiner Tochter Martina in München und war voller Zuversicht. Doch schon vor seinem 80. Geburtstag im Juni 2020 wurde das intakte, familiäre und berufliche („Mit 80 macht man die besten Fotos...“) Leben des „Meisters der Linse“ durch seine Krankheit arg getrübt.
Kurt Keil verlor den Kampf gegen den Krebs, aber er verlor niemals seinen Humor und seine Liebe zur Sportfotografie. Die Erinnerungen bleiben. Unvergessen die Reisen in den Siebzigern zu den Bundesligaspielen, in den Neunzigern zu den Trainingslagern des WSV. Mit „Kuddel“ bei den dritten Halbzeiten im Mittelpunkt, versteht sich. Unvergessen auch die Diskussionen in den Dunkelkammern. Bei der Auswahl der ebenso aktuellen wie ausgezeichneten Fotos für die WZ und Osis Sportfachzeitschriften wurde viel gelacht. Wie bei den „feucht-fröhlichen Sichtungen“ der Keil-Fotos für die Osenberg-Bücher. Das beste Werk gelang ihm selbst mit dem Buch über den ehemaligen Bundespräsidenten und Wuppertaler OB Johannes Rau. Mit Recht war KK stolz seine Foto-Ausstellungen.
Wir verlieren mit Kurt Keil einen treuen Freund und einen hervorragenden Kollegen. Wir trauern mit seiner Witwe Grete und seinen Töchtern Martina und Marion und werden unseren Kuddi niemals vergessen. Das Foto zeigt den Verstorbenen (2. von links) mit seinen Wuppertaler Foto-Kollegen im Stadion am Zoo, seinem sportlichen Wohnzimmer.

SPORTJOURNALISMUS (22.11.19)

Osenbergs Blick auf den bergischen Sport

Der Wuppertaler Journalist und Herausgeber feiert gleich vier Jubiläen und macht sich rar. Am Sportplatz Rott feierte Manfred Osenberg seinen Abschied aus Wuppertal. Inzwischen ist dort der Umbau zum Kunstrasen weit fortgeschritten. (Foto: Kurt Keil)                                                      Jubiläen für alle vier der von ihm herausgegebenen Zeitschriften kann der Langerfelder Journalist und Verleger Manfred Osenberg in diesem Jahr feiern: 40 Jahre Bergische Handballzeitung, 35 Jahre Fußball-Report, 30 Jahre Matchball - eine Tennis- und Golfzeitschrift, die sich nicht nur der bergischen, sondern auch den internationalen Tennis- und Golfszenen widmet. Zusätzlich gibt es das von ihm konzipierte Insel-Magazin „Moin von Wangerooge“ seit nunmehr zehn Jahren. Osenberg (73), viele Jahre freier Mitarbeiter der Sportredaktion des General-Anzeigers, sieht die Sportzeitschriften BHZ, Fußball-Report und Matchball als Ergänzung zu den Sportteilen der bergischen Tageszeitungen. Er bevorzugt dabei statt der aktuellen Ergebnisberichterstattung Stories und die Beleuchtung von Hintergründen. Finanziert werden seine kostenfrei herausgegebenen Publikationen ausschließlich durch Anzeigen.

Im Fußball und Handball zu Hause - Fußball und Handball hat er selbst mit Erfolg betrieben und führte als Trainer die weibliche A-Jugend des TV Beyeröhde mit seiner Tochter Steffi, einer Jugendnationalspielerin, 1986 bis ins Finale um die deutsche Handball-A-Jugendmeisterschaft. Ein Erfolg, der umso höher zu bewerten ist, weil er fast ausschließlich mit Beyeröhder Eigengewächsen erreicht wurde. Als Abteilungsleiter und Manager der “Beyeröhder Handballgirls” gehörte Manfred Osenberg zu den Vätern des bisher größten Erfolgs, dem 2007 erreichten Aufstieg in die Handball-Bundesliga. 40 Jahre stand Manfred Osenberg an der Spitze des Vereins Bergische Sportpresse und übte auch zusätzlich diverse Ehrenämter aus, setzte sich engagiert für Spastiker und Anonyme Alkoholiker ein, hat die Fußball-Hallenstadtmeisterschaft und vor Jahren mit der Lauflegende Artur Lambert den Schwebebahnlauf ins Leben gerufen. Der war Vorläufer des heutigen Schwebebahnlaufs, der unter der Regie des gleichnamigen Vereins zu einer Großveranstaltung geworden ist. Auch als Initiator für zahlreiche internationale Handballspiele machte sich Manfred Osenberg einen Namen. 

Wohnsitz wird jetzt Wangerooge - Zwei gleichfalls von ihm herausgegebene Bücher zu den 25-, und 50-jährigen WSV-Jubiläen, drei über seine Ferieninsel Wangerooge und die Selbst-Biografie „Skandal um Osi“ vervollständigen das Bild der zahlreichen Aktivitäten des fünffachen Familienvaters, der sich jetzt entschlossen hat, seinen Wohnsitz nach Wangerooge zu verlegen und sich bereits im Sommer stilvoll von seinen Kollegen des Vereins Bergische Sportpresse verabschiedet hat. Die Bergische Handballzeitung, die bisher fünf bis sechs Mal im Jahr erschienen ist, war zuletzt im März herausgekommen. Sie soll von Osenbergs Tochter Steffi, die sie zuvor bereits übernommen hatte, auch in Zukunft fortgeführt werden und auch in diesem Jahr noch erscheinen. Fußball-Report und Matchball sind bisher unter seiner Regie und sollen wie auch „Moin von Wangerooge“ Osenbergs ansonsten beschaulichen Insel-Alltag „bereichern“. (von Friedemann Bräuer)

SPORTJOURNALISMUS (16.03.18)

Martin Schneider übernimmt Vorsitz

Drei Tage vor der Hauptversammlung des WSV (Montag 19 Uhr HAKO-Arena) fand die Jahreshauptversammlung des Vereins Bergische Sportpresse statt, bei der sich Sportjournalist und Verleger Manfred Osenberg (71) nach 44-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellte. Einstimmig und unter herzlichem Beifall erfolgte wegen seiner unschätzbaren Verdienste um den Verein Osenbergs Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.Osenbergs Nachfolger in der Position des 1.Vorsitzenden wurde ebenfalls, wie alle weiteren Wahlen einstimmig, sein bisheriger Stellvertreter, der ZDF-Journalist Martin Schneider (50). Zum 2. Vorsitzenden wurde der bisherige Sportwart, der Redaktionsleiter der Wuppertaler Rundschau, Roderich Trapp, gewählt. Schatzmeister blieb Dieter May, während es auf der Position des Geschäftsführers ebenfalls einen Wechsel gab. Friedemann Bräuer (72, WZ und Matchball) trat aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Ihn ersetzt Alexandra Szlagowski (Presseamt der Stadt Wuppertal), während Erdinc Özcan-Schulz (WZ) in dem 49 Mitglieder starken Presseclub zukünftig als Sportwart fungieren wird. Bemerkenswert sicher, dass der nach 40jähriger Tätigkeit bei der WZ und Kicker seit Jahrzehnten auch als Verleger (Matchball, Fußball-Report, Bergische Handballzeitung und „Moin von Wangerooge) tätige Manfred Osenberg und die WZ-Fotografen-Legende Kurt Keil für jeweils 50jährige Mitgliedschaft im VBS geehrt wurden.  Bereits seit 25 Jahren sind Marion Keil, Roderich Trapp, Rolf Grünewald und Holger Klug Mitglieder des Vereins Bergische Sportpresse, der berufsständische Interessen verfolgt, dabei aber nie die Geselligkeit außer Acht lässt. (Foto: Holger Battefeld / Text: Friedemann Bräuer)