FUSSBALL-REPORT      MATCHBALL MIT GOLF-EXTRA      BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT


Ende der Siebziger Jahre, als Wuppertal noch in voller Handball-Blüte stand, entstand im Hause Osenberg die Idee, nach dem "Beyeröhder Sportmagazin" noch eine weitere Handball-Zeitschrift herauszugeben. Die "Bergische Handball-Zeitschrift" (BHZ) wurde zu einer Erfolgsgeschichte, zumal Manfred Osenberg als Herausgeber auch viele internationale Länder- und Freundschaftsspiele sowie große Turniere wie den GA-Pokal im Handball ausrichtete. Seit einigen Jahren liegt das „Grüne Blatt“ in den Händen von Steffi Osenberg und kommt dreimal im Jahr heraus.

Auf dieser Seite finden Sie die digitalen Versionen der letzten drei Ausgaben. (Aktuelle Ausgabe)





WEITERE THEMEN

HANDBALL BUNDESLIGA (20.05.22)

BHC GERETTET UND REIST NACH LEIPZIG

Der BHC rutschte auf Tabellenplatz 14. Aber seit dem gestrigen Donnerstagabend ist es offiziell: Durch die Punktverluste von Balingen und Minden kann der Bergische HC auch theoretisch nicht mehr auf einen Abstiegsplatz rutschen und bleibt somit auch in der Saison 2022/23 erstklassig. Trotzdem möchten die Löwen in ihren vier letzten Partien dieser Spielzeit mit Trainer Seppel Hinze (Foto) noch möglichst viele Punkte holen, sich aber vor allem besser präsentieren als zuletzt beim 25:26 gegen GWD Minden. Die erste Chance dazu haben die Bergischen am Sonntag (14 Uhr) beim SC DHfK Leipzig.

 

HANDBALL FRAUEN 2. LIGA (15.05.22)

GRÄFRATH VERLIERT SPITZENSPIEL GEGEN SPITZENREITER WAIBLINGEN

 

Die knapp 400 Zuschauer, davon viele Fans aus Waiblingen, waren bei schönstem Wetter in die Solinger Klingenhalle gekommen und sahen eine faire Partie, bei der sich am Ende der Tabellenführer VfL Waiblingen mit 30:24 (14:11) gegen den HSV Solingen Gräfrath durchsetzte. Beste Werferinnen waren Luca Tesche und Lucy Jörgens mit je fünf Treffern für den HSV sowie Vanessa Nagler (10/4) und Sinah Hagen (8) für den VfL. Keine Frage, es war das Duell der beiden Teams, die in dieser Spielzeit am meisten positiv überrascht und vor wenigen Wochen beim 36:35-Hinspielerfolg der Solingerinnen in Waiblingen noch beste Werbung für den Frauenhandball gemacht haben. Die Chancen auf Wiederholung dieses Erfolges für die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler verringerten sich unter der Woche, nachdem bekannt wurde, dass auch Kapitänin Mandy Reinarz (neben der zweikampfstarken Cassy Nanfack und der jungen Kreisläuferin Nele Weyh) für den Rest der Saison ausfallen wird. Für Reinarz rückte Luca Tesche in ihrem letzten Heimspiel im HSV-Trikot in die Startformation, machte ihre Sache ordentlich und konterte den 1:0-Führungstreffer durch Nagler im Gegenzug erfolgreich. Die erste Viertelstunde blieb nahezu ausgeglichen. Der hochgewachsene Waiblinger Mittelblock hatte sich gut auf Torjägerin Vanessa Brandt eingestellt. Lediglich zwei Treffer markierte die 22-jährige Halblinke, die unter der Woche vorzeitig ihren Vertrag beim HSV bis 2024 verlängert hat. Technische Fehler schlichen sich zunehmend ins Gräfrather Spiel, die der Spitzenreiter konsequent ausnutze. Bis zur Pause betrug der Vorsprung für das Team von Thomas Zeits drei Tore. Eine doppelte Überzahl nutze Waiblingen in der 40. Minute zum 21:14 durch Nagler. Eine kleine Vorentscheidung. Reckenthäler setzte neue Impulse, wechselte die scheidende Jette Clauberg und die lange verletzte Melina Fabisch, die sich mit drei Treffern bedankte, im Rückraum ein. Aber Waiblingen ließ sich nicht mehr aus der Erfolgsspur bringen und verwaltete den Vorsprung. Merit Müller sorgte noch einmal für großen Jubel bei den heimischen Fans als sie per Kempa-Trick für den 24:30-Endstand sorgte. Die Waiblinger „Tigers“ haben es nun selbst in der Hand, sich am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen Schlusslicht Aldekerk den Meistertitel zu holen und in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Für den HSV bleibt nach einer tollen Saison die Erkenntnis, jeden Gegner mindestens einmal geschlagen zu haben, aber in der Kaderbreite (noch) nicht gut genug aufgestellt zu sein, um selbst um den Aufstieg mitzuspielen.

 

HANDBALL BUNDESLIGA (15.05.22)

BHC VERLIERT VOR 1600 ZUSCHAUERN GEGEN MINDEN

Gute Stimmung in der Uni-Halle. Aber nur 50 Minuten. Dann brachen aber beim BHC nach der Roten Karte gegen Linus Arnesson (er hatte seinen Gegenspieler im Gesicht erwischt) alle Dämme. Die abstiegsgefährdeten Gäste von GWD Minden schafften noch die Wende und kamen zum 26:25 (12:12)-Sieg vor 1602 Zuschauern. Während sich die Ostwestfalen frenetisch über zwei Punkte gegen den Abstieg freuen, hadern die Gastgeber mit einem Dämpfer im Kampf um eine gute Abschlussplatzierung. Platz 13 wäre eine herbe Enttäuschung. Vorentscheidend war auch, dass Mohamed Darmoul nicht entscheidend gebremst werden konnte. Der Tunesier nicht erzielte in der zweiten Halbzeit jedes GWD-Tor über die schnelle Mitte oder die zweite Welle. Und auch mit der durch den Platzverweis von Arnesson aufgeheizteren Stimmung konnten die Mindener offenbar gut umgehen. Sie nutzten ihre Gelegenheiten, während sich die Fehler im BHC-Angriff wieder häuften. Semischs drittes Tor ins verwaiste BHC-Gehäuse war der 25:23-Vorsprung. Die Löwen warfen alles herein, verkürzten noch zweimal durch Gunnarsson (6), doch Schmidts (5) Abschluss zum potenziellen 26:26 sprang von Semischs Hand an den Pfosten. Die Punkte gingen nach Minden.

HANDBALL FRAUEN 2. LIGA (08.05.22)

BEYERÖHDER ABSTIEG PERFEKT

In der vergangenen Saison konnte das Abstiegsgespenst noch verscheucht werden. Doch diesmal ist der TVB Wuppertal fällig. Nach der deutlichen 19:35-Heimniederlage vor nur 81 Zuschauern in der Buschenburg gegen den Favoriten Frisch Auf Göppingen steht Beyeröhde als Tabellenvorletzter der 2. Bundesliga frühzeitig neben Aldekerk als Absteiger fest. Auch die neue Trainerin Niki Münch kann keine Wunder vollbringen. Das zeigt sich schon in der ersten Halbzeit, als Göppingen auf 15:10 davonzog. Noch deutlicher in Halbzeit 2 die Schwächen des TVB, der in Michelle Stefes und Hanna Wagner (je 4) ihre erfolgreichsten Werferinnen besaß. Lea Flohr, Zoe Stens und Anna Lena Bergmann kamen auf jeweils drei Treffer für die Wuppertalerinnen, die für die 3. Liga eine völlig neue Mannschaft aufbauen müssen.

 

Auch der HSV Gräfrath musste vor 345 Zuschauern in Schwetzingen gegen die Kurpfalz Bären eine 28:36 (12:15)-Niederlage einstecken. Die Solinger Torjägerin Vanessa Brandt wurde entscheidend gebremst, kam nur auf zwei Feldtore. Überragend bei den Gästen war erneut Kapitänin Mandy Reinarz mit sieben Treffern, scheitere aber auch wie Brandt und Lara Karathanassis (5) mit einem Siebenmeter. Treffsicher Hannah Kamp (Foto) mit fünf Toren.

HANDBALL FRAUEN 2. LIGA (02.05.22)

VERSTÄRKUNGEN FÜR HSV SOLINGEN-GRÄFRATH 76

Neben drei neuen Feldspielerinnen Sina Ehmann, Pia Adams und Lisa Kunert wird es in der kommenden auch ein neues Gesicht im Tor den HSV Solingen-Gräfrath´76 geben. Katja Grewe wechselt vom bergischen Nachbarn TVB Wuppertal zum HSV und „bringt“ ihre TorwartTrainerin Natalie Hagel praktischerweise gleich mit. Katja Grewe durchlebt in der laufenden Saison sämtliche Höhen und Tiefen. Gegen Ende der Vorbereitung zog sich die 23-jährige Torhüterin im Testspiel gegen Bayer Leverkusen einen Kreuzbandriss zu, den sie weitestgehend auskuriert hat. Inzwischen ist sie ins Mannschaftstraining eingestiegen und sieht hoffnungsfroh ihrer Zukunft in Solingen entgegen. „Nachdem ich in den letzten drei bis vier Jahren mit Fortuna Düsseldorf und Beyeröhde so gut wie nur gegen den Abstieg gekämpft habe, freue ich mich darauf, beim HSV endlich wieder unbeschwerten Handball spielen zu dürfen. Ich habe gemerkt, dass für mich persönlich ein Wechsel wichtig ist, damit ich mich weiterentwickeln kann. Ich bin mir sicher, dass ich beim HSV den Spaß am Handball zurückbekommen werde, den ich benötige, um, nach der doch langen Verletzungspause, wieder meine Leistungen abrufen zu können“, nennt die hochgewachsene Studentin für Sonderpädagogik auf Lehramt an der Uni Wuppertal ihre möglichen Gründe für den Wechsel. Ein weiterer Grund ist, dass Natalie Hagel neue Torwart-Trainerin in Solingen wird. Die ehemalige Nationalspielerin Natalie Hagel verstärkt das Trainer-Team um Cheftrainerin Kerstin Reckenthäler und Steffi Osenberg. Reckenthäler, Osenberg und Hagel kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei Bayer Leverkusen, wo die 36-Jährige drei Jahre das Tor hütete bis 2015 eine schwere Knieverletzung „Hagel“, wie sie von allen genannt wird, zum Karriereende zwang. Ohne Handball geht es bei der Leverkusener Standesbeamtin nicht, so stieg sie gleich ins Trainergeschäft ein. Erst bei den Elfen an der Seite von Torwart-Legende Andreas Thiel, zuletzt in Wuppertal beim TVB. „Natalie Hagel, mit all ihrer Erfahrung, ist die perfekte Verstärkung für unser Trainer-Team“, freut sich auch Cheftrainerin Reckenthäler über die Verpflichtung.

HANDBALL FRAUEN 2. LIGA (01.05.22)

SOLINGERINNEN SIEGEN UND KLETTERN AUF RANG ZWEI

Wäre heute die Saison beendet, würde der HSV Solingen-Gräfrath überraschend in der Relegation zur 1. Bundesliga stehen. Denn während die Gastgeberinnen vor 250 Zuschauern in der Klingenhalle gegen den FSV Mainz mit 31:26 (18:18) gewann, verlor der Favorit Frisch Auf Göppingen zur gleichen Zeit das Verfolgerduell gegen die Berliner Füchse. Die Situation nach dem viertletzten Spiel in der 2. Bundesliga: Waiblingen führt die Tabelle an vor Solingen, Berlin und Göppingen.
Mainz führte nach 35 Minuten in Solingen mit 21:19. Das Spiel blieb spannend. Aber Gräfrath kam über 23:23 und 29:24 noch zum klaren 31:26-Erfolg. Neben Vanessa Brandt (9) trafen Lucy Jörgens (6) und Carina Senel (5) am besten. Erfolgreichste Werferin bei Mainz war Elisa Burgholder mit sieben Treffern. Das Foto zeigt die siegreichen Solinger nach ihrem hart erkämpften Sieg in der Klingenhalle.

HANDBALL VERBANDSLIGA (01.05.22)

CRONENBERGER TG GEWINNT KELLERDUELL

Um genau zu sein, war die Abwehr der Blauen der Garant für das überzeugende Ergebnis 32:17 (15:4). Zu Gast war am Samstagabend das Tabellenschlusslicht ETB SW Essen. Bereits in der ersten Halbzeit hatten die Cronenberger den Gegner gut im Griff und als Schlussmann brillierte Peter Löhe. Das Torverhältnis wurde weiter ausgebaut, allein Jannis Löwenstein und Hendrik Thölking machten jeweils sieben Treffer. Bereits am Mittwoch ist wieder Stimmung in der Küllenhahner Halle. Ab 20:30 Uhr fordert der TB Wülfrath das Team um Trainer Fabian Schächt heraus.(Foto: Odette Karbach)

HANDBALL FRAUEN 2. LIGA (24.04.22)

ERSTER TVB-SIEG MIT NEUER TRAINERIN

Die Handballfrauen des TVB Wuppertal schöpfen nach dem verdienten 30:26 (14:14)-Heimsieg vor nur 50 Zuschauern in der Buschenburg gegen Heide noch ein klein wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die neue Trainerin Niki Münch hatte ihre Mannschaft so gut wie möglich eingestellt und konnte sich vor allem auf ihre erfahrenen Spielerinnen verlassen, die den Klub verlassen werden: Michelle Stefes (9/4), Anna Lena Bergmann (7) und Zoe Stens (4) waren mit ihren Treffern maßgeblich am Sieg im Kellerderby beteiligt.