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WAS MACHT DER FUCHS AM ZOO?

08.03.26 FUSSBALL REGIONALLIGA - Sein Onkel Werner Fuchs ist leider früh gestorben. Er war einer der beliebtesten Trainer des WSV. Sein Neffe Uwe Fuchs kehrte am Samstag zum Zoo zurück. Aber der heute als Spieler- und Trainerberater tätige Ex-Profi war nicht gekommen, um sich die „Angsthasen“ vom WSV anzuschauen, die sich gegen die U21 des SC Paderborn mit 1:3 die nächste Pleite einhandelten. Nein. Fuchs hatte auf der Tribüne den ein oder anderen Tipp parat.
Im Mittelpunkt der brodelnden Gerüchteküche beim Abstiegskandidaten WSV steht nach wie vor Gaetano Manno, den wieder „Manno raus“-Rufe von Fans begleiteten. Die Kritiker behalten Recht, die schon vor einem Vierteljahr den Kopf des ebenso naiven wie überforderten Sportdirektors gefordert haben. Nur das Veto von zwei, drei Verwaltungsmitgliedern „retteten“ Anfang 2026 Manno den Job.
Aber die Verpflichtung von Mike Wunderlich (39), der als unerfahrener Coach für den Abstiegskampf wohl ungeeignet ist, und von zahlreichen Flops muss Manno auf seine Kappe nehmen. Wunderlichs Aufstellungen und die Wechsel während der Grottenspiele sind tatsächlich verwunderlich. Auch bei der 1:3-Schlappe vor 1300 enttäuschten Zuschauern ließ er zunächst die besten Spieler auf der Bank. Seine Begründung, dass Bouzraa, Atmaca und Saric nach ihren Verletzungspausen noch nicht fit sind, ist zwar vielleicht richtig. Aber ist das Trio eine Stunde nach Anpfiff dann doch fit genug?
Immerhin durfte auch Atmaca noch als Joker rein. Und erzielte nach 66 Minuten das Tor zum 1:2. Zuwenig. Krumme machte mit seinem zweiten Treffer alles klar. Armer WSV! Text: Manfred Osenberg

Fotos aus dem Stadion am Zoo: Jochen Classen

KEIN WSV- SPIELER IN DER TOP TEN

05.03.26 UM DIE BARTH-KANONE - Es ist kein Geheimnis, dass die Verantwortlichen des stark gefährdeten WSV in den vergangenen Jahren auf die Verpflichtung eines Top-Stürmers "verzichtet" haben. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich kein Spieler des Regionalligisten in der TOP TEN der Wuppertaler Torjäger befindet. Manata (Foto Mitte) ist nach wie vor der Top-Favorit im Rennen um die BARTH-Kanone. Aber seine Verfolger sind bis auf sieben Treffern heran gekommen.
1. Alphonso Henock Manata FSV Vohwinkel 22 Tore
2. Nermin Hadzic SC Viktoria Rott 15 Tore
    Aleksandar Stanojevic FK Jugoslavija 15 Tore

TORWIRBEL DER DEUTSCHEN FRAUEN

04.03.26 FUSSBALL LÄNDERSPIEL - Auch ohne die beste Bundesliga-Torjägerin Vanessa Fudalla (rechts neben Verteidigerin Magdalena Eriksson) von Bayer Leverkusen, auf die Bundestrainer Wück erneut verzichtet hatte, gewannen die DFB-Frauen im ersten WM-Qualifikationsspiel in Dresden gegen Slowenien mit 5:0. Knapp 20.000 Zuschauer erlebten den Sturmwirbel mit. Die Treffer erzielten  Vivien Endemann (6. Minute), Elisa Senß (11.), Linda Dallmann (48.), Debütantin Larissa Mühlhaus (53.) und Lea Schüller (71.).  Bereits am Samstag (18 Uhr/ZDF) geht es für die DFB-Frauen in Stavanger gegen Norwegen weiter. Dritter Gegner auf dem Weg zur WM ist Österreich. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Turnier. Foto: Odette Karbach

"GUT GEMACHT JUNGS!"

01.03.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Trainer Samir El Hajjaj war zufrieden mit seinen Jungs, die beim 1:2 als Sieger den Freudenberg verließen. Die Elf des SSV Germania 1900 zeigte sich von Beginn an engagiert und hielt die Grün-Weißen in Schach. Allerdings machte Cronenbergs Keeper Yannik Radojewski gute Chancen zu Nichte und unterhielt die Zuschauer mit sehenswerten Paraden. Beim 0:0 ging es in die Kabinen. Zwar kamen die Hausherren durch ein Eigentor in Führung, aber unverdient war diese nicht. Die Partie war ausgeglichen, der Spielstand passte sich in der 61. Minute an. Das 1:1 erledigte Luis Rosenecker, der mustergültig von Kleomenis Tsioutsiolitis bedient wurde. Germanias Torhüter Noah Bogun bekam mehr zu tun. Cronenbergs Stürmer Dominik Schäfer war noch frisch, da er erst in der 66. Minute eingewechselt wurde. In der 85. Minute war es soweit: Dominik Schäfer netzte zum 1:2 Derbysieg des Cronenberger SC ein.

Fotos vom Freudenberg: Odette Karbach

REIFE LEISTUNG IM SCHLÜSSELSPIEL

01.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Kampf um den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL ist noch nicht entscheiden, doch der Bergische HC hat ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Als Tabellen-16. gewann die Mannschaft auswärts ein Schlüsselspiel gegen Verfolger SC DHfK Leipzig mit 35:28 (16:12), zog damit an GWD Minden auf Rang 15 vorbei und hat wieder ein kleines Polster von vier Zählern auf die Abstiegsregion. Und das aus BHC-Sicht Beste: Die Leistung war ein Mix aus Qualität, Entschlossenheit, Nervenstärke und Reife.
Schon in der ersten Halbzeit waren die Löwen das bessere Team, brachten zwischenzeitlich recht klare Vorteile aber nicht ganz so drastisch auf die Anzeigetafel. Christopher Rudeck bot in Kombination mit einer überzeugenden Abwehrreihe von Anfang an eine starke Leistung zwischen den Pfosten und gab seinem Team mit acht Paraden vor der Pause alle Chancen, um eine Führung zu erarbeiten. Das gelang zwar auch, doch trotz einer überschaubaren Anzahl an technischen Fehlern - zum Schluss waren nur sieben Stück - schafften es die Löwen nicht, deutlicher als mit 16:14 in die Halbzeitpause zu gehen. Mehrere Male landete der Ball am Pfosten, dazu hatten die Leipziger etwas Glück bei Abprallern, und die wenigen BHC-Fehler bestraften die Sachsen auch konsequent. So zum Beispiel im vermeintlich letzten Angriff der Hälfte, als die Gäste das 17:13 in Überzahl in der Hand hatten, die Kugel aber verloren und einen Gegenstoß kassierten.
Insgesamt aber präsentierte sich die Mannschaft stark. Lukas Becher traf konsequent, die Rückraum-Achse funktionierte im Positionsangriff mit Sören Steinhaus, Fynn Hangstein und Nico Schöttle. Erstgenannter wurde bei einem Durchstoß zum Kreis von Tim Hertzfeld in den Wurfarm gegriffen, so dass der Leipziger die Rote Karte sah. Dazu gelang dem BHC ein sehr guter Rückzug in die eigene Deckung.
Die Zuversicht zur Pause dürfte also bereits groß gewesen sein. Aber gerade auswärts kann ein solches Spiel leicht kippen. Nichts dergleichen geschah. Die Bergischen knüpften an die erste Hälfte an und erstickten jede Leipziger Hoffnung gekonnt im Keim. Immer wenn die Mannschaft unter Druck stand, antwortete sie im Stile einer erfahrenen, abgezockten Mannschaft mit dem nächsten Tor. Ob Hangstein, Steinhaus, Becher oder Aron Seesing: Sie trafen, wenn sie treffen mussten. Dazu drehte vor allem in der zweiten Hälfte Johannes Wasielewski auf, der das Selbstvertrauen des vergangenen Dezembers ausstrahlte. Ebenfalls ganz stark: Der zu Beginn etwas glücklose Julian Fuchs vergaß die Pfostentreffer der erste Halbzeit und erzielte nach der Pause zwei ganz wichtige Tore - einen davon, ohne eine echte Chance zu haben. Er suchte den Zweikampf, zog ein bisschen zur Mitte und verwandelte. Zehn Minuten vor Schluss waren die Leipziger eigentlich bereits geknackt. Der BHC machte weiter, Rudeck sammelte insgesamt 17 Paraden und verhalf seinem Team damit sogar zu einem Sieben-Tore-Sieg. Viel besser hätte der Nachmittag nicht laufen können.

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