OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


GUMMERSBACH NUR 29:29 GEGEN GÖPPINGEN

30.04.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Seit Donnerstagabend (30.4.) spitzt sich der Abstiegskampf in der Hanbdball Bundesliga zu. Denn Leipzig gewann gegen Erlangen und ist - wie Wetzlar - nur noch zwei Punkte schlechter als die Solinger, die nun gegen den VfL Gummersbach punkten müssen.  Der Bergische HC empfängt den VfL Gummersbach am Donnerstagabend um 19 Uhr zum 18.Bergischen Derby der DAIKIN HBL. Erstmalig steigt das Duell in der Mitsubishi Electric HALLE in Düsseldorf, die seit Wochen restlos ausverkauft ist. 4000 Fans fiebern der Partie entgegen, in der die Oberbergischen favorisiert sind, obwohl sie am Donnerstagabend enttäuschten und gegen Erlangen einen wichtigen Punkt im Kampf um die Champions League Plärte abgaben.
„Es ist fast so, als würden wir gegen den SC Magdeburg spielen“, sagt das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz angesichts der Kräfteverhältnisse. Während die Löwen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt benötigen, darf sich der VfL Gummersbach im Rennen um die Champions-League-Plätze keinen Patzer erlauben. Zuletzt gelang das in überragender Manier, hat das Team von Coach Gudjon Valur Sigurdsson doch alle Pflichtspiele in diesem Jahr gewonnen – inklusive der letzten beiden Begegnungen 2025 sind es insgesamt acht Siege in Serie.
Bemerkenswert dabei: Die Oberbergischen pulverisierten den THW Kiel auswärts mit 34:26, sie schlugen den ebenfalls in dieser Saison sehr starken TBV Lemgo Lippe mit 28:27 und gewannen beim 33:26 gegen die SG Flensburg-Handewitt souverän. „Die Gummersbacher befinden sich in Topform. Sie haben eine unglaublich gute Abwehr und ein enorm gutes Tempospiel. Außerdem sind die Torhüter jetzt auch noch sehr gut“, hebt Gunnarsson hervor. Mit einer Paradenquote von 31,38 Prozent gehört Dominik Kuzmanovic (Foto) inzwischen zu den besten Schlussleuten der Liga. Im Feld dominierte zuletzt Miro Schluroff das Geschehen mit Toren am Fließband. Im Rückraum ist der Club zudem mit Julian Köster und Kay Smits hervorragend besetzt. Kreisläufer Ellidi Vidarsson hat ebenfalls Topwerte.
Aufgrund des auch in der Breite topbesetzten Kaders überrascht es Gunnarsson und Pütz nicht, dass der VfL ganz oben anklopft. 37:13 Punkte hat die Mannschaft auf dem Konto – nur einer fehlt zu Rang drei, der voraussichtlich zur Qualifikation für die Champions League genügt. „Da werden sie gegen uns nichts liegenlassen wollen“, ist Pütz überzeugt.
Doch die BHC-Profis wissen, dass sie nicht chancenlos sind. Überraschend holten sie beim 29:29 im Hinspiel einen Punkt in der Schwalbe-Arena. Sören Steinhaus traf zehn Mal, Johannes Wasielewski erzielte kurz vor Schluss das Tor zum Ausgleich. „Sie sind jetzt wohl noch etwas stärker. Bei uns muss wirklich alles und bei Gummersbach möglichst wenig funktionieren, damit wir etwas mitnehmen können“, sagt Gunnarsson.
Zuletzt erreichte der BHC zwar nicht sein Optimum, gewann aber 35:34 in Hamburg. „Der Sieg steht über allem“, stellt Pütz klar. „Aber es ist auch sicher, dass wir mit der Abwehrleistung gegen den VfL Probleme bekommen würden. Da müssen wir uns also dringend steigern – auch mit Blick auf die weitere Saison. Um Punkte zu holen, sollten wir regelmäßig nahe an unsere bestmögliche Leistung herankommen. Foto: Odette Karbach

BHC VERPFLICHTET JASMINA GIERGA VOM BSV SACHSEN ZWICKAU

30.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC verstärkt sich zur neuen Saison mit Jasmina Gierga. Die Spielmacherin wechselt vom Erstligisten BSV Sachsen Zwickau ins Bergische Land.
„Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“, so die 22-Jährige, die seit der C-Jugend das BSV-Trikot trägt. „Nach dem Abschluss meines Bachelor-Studiums ist der Zeitpunkt für einen Wechsel ganz gut, um auch sportlich etwas Neues zu wagen bevor es mit dem Master-Studium weitergeht. Das BHC-Projekt hat mich gleich angesprochen. Die Rahmenbedingungen sind einfach klasse“, zeigt sich Gierga nicht nur begeistert vom Leistungszentrum an der Kanalstraße. „Natürlich erhoffe ich mir mehr Spielanteile als zuletzt in Zwickau. Ich bin bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und möchte meinen Beitrag zu leisten, dass es mit dem BHC weiter aufwärts geht.“
Für Geschäftsführerin Assina Müller ist die Verpflichtung von Jasmina Gierga ein weiterer wichtiger Baustein für die nächsten (mindestens) zwei Jahre: „Jasmina ist ein echtes Eigengewächs aus Zwickau und hat bereits in jungen Jahren verinnerlicht, was es bedeutet, leistungsorientierten Handball auf hohem Niveau zu leben. Ihre kontinuierliche Entwicklung im Bundesligaumfeld hat sie sportlich wie persönlich geprägt und ihr ein tiefes Verständnis für die Anforderungen des Spitzenhandballs vermittelt. Wir trauen ihr zu, auf der Position Rückraummitte eine zentrale Führungsrolle einzunehmen. Sie soll unserem Spiel die notwendige Struktur und Klarheit verleihen, das Tempo steuern und gleichzeitig die Durchschlagskraft im Angriff gezielt erhöhen.
Diese langfristig angelegte Verpflichtung ist ein wichtiger Baustein für unsere sportliche Ausrichtung. Sie gibt der Mannschaft Stabilität, Orientierung und die nötige Sicherheit, um sich nachhaltig weiterzuentwickeln.“ Foto: BHC

CAROLIN SIMON MACHT DEN WEG VON MÜNCHEN NACH LEVERKUSEN

28.04.26 FUSSBALL FRAUEN BUNDESLIGA - Nach zehn Jahren kehrt Carolin Simon zurück nach Leverkusen. Somit stößt im Sommer eine fünffache deutsche Meisterin zum Kader der Bayer 04 Frauen. Von dort heißt es: "Wir freuen uns auf Carolin Simon vom FC Bayern München, die einen Vertrag bis 2028 unterschrieben hat!„ Foto: Odette Karbach

UM DIE BATH KANONE: RUNDE 30 MANATA-TREFFER

 1. Alphonso Henock Manata FSV Vohwinkel 30 Tore
 2. Niklas Dörrier FSV Vohwinkel 21 Tore
 3. Nermin Hadzic SC Viktoria Rott             20 Tore
 4. Aleksandar Stanojevic FK Jugoslavija   17 Tore
 5. Benedikt Steven SSV Germania   14 Tore
 6. Luca Lenz FK Jugoslavija    12 Tore
 7. Tim Zemlianski FSV Vohwinkel   10 Tore
     Kleomenis Tsioutsioulitis Cronenberger SC   10 Tore
     Dominik Schäfer Cronenberger SC     10 Tore
10. Mirza Mujkanovic FK Jugoslavija   8 Tore

BHC-SPIELMACHERIN ANNALENA WELSCH BEENDET KARRIERE

28.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Seit 2022 trägt Spielmacherin Annalena „Ronny“ Welsch das Trikot des Bergischen HC und war maßgeblich an den beiden Aufstiegen in die 3. und zuletzt in die 2. Liga beteiligt. Zum Saisonende hängt die 29-jährige Spielmacherin ihre Handballschuhe an den Nagel. „Vorerst zumindest“, erklärt sie augenzwinkernd. „Ich habe immer noch große Lust, Handball zu spielen, aber mein verletzter Ellenbogen lässt es leider nicht zu. Vielleicht klappt es irgendwann mal wieder“, hofft die Allrounderin auf Besserung. Die schwere Verletzung zog sich Welsch im Januar 2025 beim Spiel in Mainz nach einem unglücklichen Sturz zu. Die lange Behandlungszeit auf dem Spielfeld durch den Rettungsdienst hatte schließlich einen Spielabbruch zur Folge.
In dieser Saison machte Ronny Welsch 22 Spiele bis ein erneuter Eingriff am lädierten Wurfarm vor vier Wochen für ein vorzeitiges Saisonende sorgte. Ein herber Verlust für den BHC wie auch Interims-Trainerin und Geschäftsführerin Assina Müller zum Ausdruck bringt: „Ronny wechselte seinerzeit aus Königsdorf zum BHC und hat die erfolgreichen Aufstiege in die 3. und 2. Liga nicht nur miterlebt, sondern mit großem Einsatz maßgeblich mitgestaltet. Über viele Jahre hinweg prägte sie als zentrale Spielerin auf Rückraummitte das Gesicht unserer Mannschaft und übernahm dabei stets Verantwortung – auf und neben dem Feld.
In der vergangenen Saison konnte sie ihre Leistungen noch einmal eindrucksvoll steigern und unterstrich damit ihre sportliche Qualität und Bedeutung für das Team. Umso schwerer wiegt die Ellenbogenverletzung, die sie sich im Spiel gegen Mainz zuzog und die sie nun dazu zwingt, ihre aktive Karriere zu beenden. Ich danke Ronny von Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Loyalität und die vielen gemeinsamen Momente, die unseren Weg geprägt haben. Für ihren weiteren Lebensweg wünsche ich ihr – sportlich wie privat – nur das Allerbeste.“ Foto: Kevin Becher

DERBYSIEG FÜR DIE FREUDENBERGER

26.04.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA – Beim Nachbarschaftsduell des SSV Germania 1900 Wuppertal und dem TSV 05 Ronsdorf gelang den Germanen ein Befreiungsschlag. Mit 4:2 wurden die Zebras überwältigt. Das ist gut fürs Selbstvertrauen, hilfreich um den kleinen Hüpfer aus der Abstiegszone zu machen und richtig schön mal „Derbysieger, Derbysieger!“ rauszuschreien.

Fotos vom Freudenberg: Odette Karbach

ENTTAUSCHENDE NIEDERLAGE IN WETZLAR

26.04.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat die Chance, einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu gehen, auswärts gegen die HSG Wetzlar liegen gelassen. Ausschlaggebend war vor allem eine Viertelstunde nach der Pause, in der den Löwen die Partie aus den Händen glitt. Am Ende muss sich der BHC mit 29:33 (15:15) geschlagen geben.
Zu Beginn hatte es danach nicht ausgesehen. Die Bergischen überrumpelten die Gastgeber in den ersten Minuten. Fynn Hangstein, Sören Steinhaus, Noah Beyer und Aron Seesing trafen auf dem Weg zum frühen 6:2-Vorsprung. Doch die Wetzlarer erholten sich schnell. Sie spielten fortan ihre Angriffe gut über den Kreis aus, wo Josip Simic erfolgreich abschloss. Aus dem Rückraum traf auch Philipp Ahouansou oft.
Der BHC hatte bereits in der ersten Halbzeit eine Phase, in der er sich im Abschluss schwertat. Die jedoch hielt nicht so lange an wie die letztlich entscheidende in der zweiten Hälfte. In den ersten 30 Minuten waren die Bergischen spielerisch eigentlich noch leicht überlegen, leisteten sich aber ein paar Fehler im Angriff, die Wetzlar mit Kontern bestrafte.
So ging es nur mit 15:15 in die Pause. Pech hatte noch Johannes Wasielewski, der den letzten Angriff zwar im Tor unterbrachte, doch die Uhr schlug exakt auf 30 Minuten um, als der Ball die Linie erreicht hatte. Das war natürlich erst im Videobeweis exakt zu erkennen. Logischerweise zählte der Treffer nicht.
Ob er nach Wiederbeginn geholfen hätte, den Wetzlarer Schwung aufzuhalten? Das ist zumindest fraglich. Aron Seesing glich noch zum 16:16 aus, danach kassierten die Gäste einen 0:8-Lauf, in dem nichts zusammenlief. Im Angriff blieben Siebenmeter ungenutzt, ansonsten hielt Andreas Palicka alles für die HSG. Die mehr als 4000 Fans in der ausverkauften Buderus Arena feierten jede Aktion ihres Teams – so wie sich Wetzlar ein Heimspiel wünscht.
Der BHC hatte zwar auch Paraden durch Christopher Rudeck, brauchte aber insgesamt zu lange, um sich zu erholen. 16 Minuten vor Schluss lag die Mannschaft mit 16:24 hinten und brauchte etwas ganz Besonderes, um noch einmal für Dramatik zu sorgen. Das gelang nicht, doch immerhin holten sie noch ein wenig auf. Das taktische Mittel des siebten Feldspielers funktionierte recht gut, Noah Beyer verkürzte knapp zwei Minuten vor Schluss noch auf 28:31. Letztlich ließen die Gastgeber aber nichts mehr anbrennen.

WSV VERPASSTE SIEG BEI RWO

26.04.26 - FUSSBALL REGIONALLIGA - Kommt die lange erwartete Leistungssteigerung zu spät? Der Überraschungssieg des stark gefährdeten WSV beim Tabellenzweiten RW Oberhausen war greifbar nahe. Die Gastgeber führten zwar schnell durch Kesim mit 1:0. Doch die Wuppertaler schlugen vor 4200 Zuschauern zurück, kamen in der zweiten Halbzeit durch Hirschberger (58.) und Aydogan (84.) zum 1:2. Der Sieg? Nein. In der dramatischen Nachspielzeit ging es Schlag auf Schlag. Gerade noch hatte WSV-Ersatzkeeper Adamidis einen Schuss von Joker Stoppelkamp pariert, da fiel doch noch der Ausgleich für den Favoriten. Matona Ngyombo köpfte aus kurzer Distanz ein. In der siebten Minute der Nachspielzeit. Fast hätte Saric mit der letzten Aktion des spannenden Spiels doch noch die erneute Führung erzielt. Fast. 2:2 - zwei Punkte zuwenig für den Vorletzten, der am drittletzten Spieltag den FC Gütersloh im Stadion am Zoo (Samstag 14 Uhr) empfängt.

BHC ENTTÄUSCHT AUCH GEGEN BAYER LEVERKUSEN

26.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Eine Woche nach dem Stadtderby-Debakel verliert der Bergische HC auch das NRW-Duell gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen mit 29:34 (13:14). BHC-Torjägerin Svenja Mann (Foto) war 15mal erfolgreich und erzielte mehr als die Hälfte der Treffer ihres Teams. Für die Leverkusener „Elfen“ traf Britt van der Baan (10/6) am Besten. Die von BHC-Trainerin Assina Müller geforderte Reaktion blieb aus. Von der sonst gewohnten Heimspielstärke war diesmal nichts zu sehen. Den 280 Zuschauern wurde ein zerfahrenes Spiel geboten. Die BHC-Defensive um Abwehrchefin Veki Tolic bekam die Elfen-Achse mit Spielmacherin Sophia Cormann und Kreisläuferin Annika Ingenpaß überhaupt nicht in den Griff. Im Angriff wurden klarste Chancen ausgelassen. Einmal mehr war Svenja Mann mit ihrer Wurfkraft die „Lebensversicherung“ für den BHC, so dass die Partie über weite Strecken ausgeglichen blieb.
Mit Beginn der Crunchtime setzte sich ausgerechnet die frühere BHC-Spielerin Jette Clauberg in Unterzahl durch und erzielte das vorentscheidende 28:31 (55.). Der BHC machte die Abwehr weiter auf, zog aber aus der Überzahlsituation keinen Nutzen. Mit 34:29 nahmen die Elfen erfolgreich Revanche für die Hinspiel-Niederlage. Foto: Kevin Becher

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