OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL

BHC GIBT CHANCE AUS DER HAND

01.11.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit viel Selbstvertrauen war der Bergische HC bei der TSV Hannover-Burgdorf angetreten. Das zeigten die Löwen in der ersten Halbzeit auch von Anfang an. Doch in der zweiten Hälfte entglitt den Gästen das Bundesligaspiel zusehends. Gegen eine verbesserte Hannoveraner Abwehr gelang nicht mehr viel, so dass die Gäste mit 21:27 (14:13) verloren.
Ein bisschen war es das Duell der Rückkehrer. Die Hausherren boten Leif Tissier und Tim Zechel nach verletzungsbedingten Ausfällen wieder auf, beim BHC stand Gerdas Babarskas überraschend nach überstandenem Blinddarmdurchbruch wieder im Kader. Der Abwehrchef begann nicht, so dass Tom Bergner und Nico Schöttle das Deckungszentrum dicht halten sollten. Das gelang lange sehr gut. Hannover traf zwar im Tempospiel, tat sich im gebundenen Angriff aber extrem schwer.
Im Kombination mit Christopher Rudeck und bei einem Siebenmeter auch Kristian van der Merwe stimmte die Deckungsleistung und legte damit den Grundstein zu einem knappen Vorsprung in der ersten Halbzeit. Zwar ließen die Gäste auch ein paar Gelegenheiten liegen, doch sie spielten im Angriff geduldig und kamen oft zu guten Chancen. Tom Bergner glich nach einem holprigen Start zum ersten Mal beim 3:3 aus, danach spielte der BHC viele Tore sehenswert heraus.
Immer wieder bedienten Sören Steinhaus und Janik Schrader Lukas Becher oder Julian Fuchs auf den Außenpositionen. Dazu nutzte Steinhaus Lücken in der TSV-Abwehr und tankte sich an den Kreis durch. Auch Fynn Hangstein hatte seinen Anteil am gefälligen Angriffsspiel, das in den letzten Minuten vor der Pause auch ohne Kreisläufer, dafür aber mit vier Rückraumspielern funktionierte. Mit 14:12 hätte es in die Halbzeit gehen können, doch die Gastgeber verkürzten noch per Siebenmeter.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff glichen sie aus, so dass das Match wieder völlig offen war. Je mehr Minuten vergingen, desto größer wurden die Schwierigkeiten im BHC-Angriff. Bergner und Schrader brachten die Löwen noch zwei Mal in Front, aber ab der 35. Minute funktionierte dann fast gar nichts mehr. Hannover legte einen 4:0-Lauf zum 19:16 hin. Dem BHC gelangen in 25 Minuten nur noch fünf eigene Tore.
Da half auch eine gute Leistung des Torhüters und der Abwehr nicht. Gerdas Babarskas spielte sogar zehn Minuten und traf im erweiterten Tempospiel - es war ein ebenso erfreuliches wie überraschendes Comeback. Hannover setzte sich auch dank des starken Leif Tissier nach und nach ab, weil im BHC-Angriff fast nichts mehr zusammenlief. Zehn technische Fehler zählten die Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz in der zweiten Hälfte. Das Duell war frühzeitig entschieden.

BHC EMPFÄNGT DEN HC RÖDERTAL AM AKTIONSTAG

29.10.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Am letzten Tag des „pinken Oktobers“ trifft der Bergische HC am Samstag in der heimischen Sporthalle Wittkulle auf den HC Rödertal (Anwurf: 18:30 Uhr).
Nach der knappen 27:28-Niederlage vor 14 Tagen beim VfL Waiblingen, nutzte der BHC das spielfreie Wochenende auf unterschiedliche Weise. Während beim Großteil des Teams Regeneration auf dem Programm stand, läuteten für Chef-Trainer Ruben Voßhans und seine Frau Ana die Hochzeitsglocken. Für Meggan Rusko standen zwei Länderspiele mit der U19-Nationalmannschaft gegen Dänemark an. Bei den beiden Siegen war die 18-jährige Spielmacherin insgesamt siebenmal erfolgreich. Torhüterin Marlene Wagner musste verletzungsbedingt die Nationalmannschafts-Maßnahme absagen. Ihre Fuß-
Verletzung ist weitestgehend auskuriert. Ob es schon für einen Einsatz am Samstag reicht, ist allerdings fraglich. Dafür ist ihre Torhüter-Kollegin Lena Lindemann nach überstandener Gehirnerschütterung genauso wieder einsatzbereit wie Rechtsaußen Emma Montag.
Für den BHC ist die Partie gegen das Spitzenteam aus Sachsen richtungsweisend für die danach noch drei anstehenden Spiele (in Nürtingen-Zizishausen, gegen Kirchhof und in Leverkusen) bis zur EM-Pause.
Der HC Rödertal, aktuell mit 8:4-Punkten auf Platz acht liegend, kommt mit breiter Brust nach Solingen. In den beiden Oktober-Spiele fuhr das Team von Trainerin Maike Daniels zwei Kantersiege ein. Beim 32:21-Erfolg zuletzt in Bremen war Rechtsaußen Anna Frankova nicht zu bremsen und erzielte acht Treffer. Kreisläuferin Bo Dekker ist immer ein Unruhe-Herd und zudem noch eine sichere Strafwurf-Spezialistin. Im Rückraum sind die Sachsen mit der Verpflichtung von Lilli Holste noch breiter aufgestellt als ohnehin schon. Eine interessante Aufgabe, die auf den Tabellensechsten zukommt.
Der BHC nutzt das Heimspiel auch, um auf die Wichtigkeit der Krebs-Vorsorge und Früherkennung aufmerksam zu machen. Mit der „Bergischen Krankenkasse“ wurden mehrere Spots gedreht und seit Anfang Oktober in den sozialen Medien gepostet. In Kooperation mit der „BarmeniaGothaer“ läuft der Bergische Zweitligist nebst Staff in pinken Shirts auf, um auch visuell ein Zeichen zu setzen. BHC Frauen Bundesliga GmbH · Schützenstraße 160 · 42659 Solingen Frau Dr. Manuela Seifert vom Bergischen Brustkrebszentrum und ihr Team stehen an einem Informationsstand zum Austausch bereit.
Und auch die Wuppertaler Oberbürgermeisterin, Miriam Scherff, hat ihren Besuch angekündigt. Foto: Kevin Becher

GERMANIAS NEUER TRAINER KOMMT AUS DER NACHBARSTADT

29.10.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Das ging ja fix! Der SSV Germania 1900 Wuppertal meldet die Trainerverpflichtung ihrer 1. Mannschaft. Abdelkarim Ifrassen übernimmt von Trainer Ünsal Bayzit, der erst vor einer Woche den Posten geräumt hat. Der sportliche Leiter Ali Askan vertraut dem 31-Jährigen, der als Trainer bei DV Solingen Erfahrung gesammelt hat (Foto: Odette Karbach), die Aufgabe an. An seiner Seite führen Co-Trainer  Mahir Yildirim und Torwarttrainer Cumhur Bayzit ihre Arbeit fort. 

DAS UNGEWÖHNLICHE COMEBACK VON SCHWEERS

27.10.26 - Lion Schweers feierte mit 30 Jahren ein Profi-Comeback beim überraschenden 3:2-Sieg von Borussia Mönchengladbach beim VfB Stuttgart, Er kam nicht aus der Fohlen-Jugend, sondern erst im Jahr 2024 vom Wuppertaler SV zur Borussia. Seine damalige Referenz bestand aus beachtlichen 101 Einsätzen in der dritthöchsten Spielklasse. Die bis dato größten Erlebnisse seiner Fußballer-Laufbahn beschränkten sich auf ein einziges Match im DFB-Pokal im Trikot des WSV sowie einen Kurzauftritt in Liga zwei für das Team der Würzburger Kickers. Im persönlichen Ranking des Verteidigers müssen diese beiden Highlights nun aber endgültig den Spitzenplatz räumen. Ganz oben thront ab sofort seine Feuertaufe im deutschen Fußball-Oberhaus. Dass dieser besondere Abend obendrein mit einem völlig unerwarteten Auswärtsdreier gekrönt wurde, setzt dem Ganzen die Krone auf. Entsprechend begeistert äußerte sich auch Sportchef Schröder: „Er war da, als wir ihn gebraucht haben, und hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.“ Nun, der WSV könnte ihn gut gebrauchen. Aber auch die Borussia. Für die U23. Aber manchmal auch für die Bundesligatruppe. Archivfoto: Jochen Classen

ACHTERBAHNFAHRT DES NEULINGS BBB

27.10.26 SPANNUNG IN DER BEZIRKSLIGA - Drei Klubs führen die vom FUSSBALL-REPORT regelmäßig erstellte Ortskampftabelle an. Neuling BBB ist dabei und überrascht mit hohen Siegen - aber auch mit hohen Niederlagen. Foto des Cronenberger SC: Odette Karbach
Ortskampftabelle Bezirksliga 2026/27 
Team Spiele Tore Punkte
1. Cronenberger SC 4 16:6 9
2. FSV Vohwinkel 3 13:5 9
3. SC BB Barmen 4 12:11 9
4. Jugoslavija 3 6:7 6
5. SC Sonnborn 4 10:10 3
6. SSV Germania 4 3:10 3
7. TSV Ronsdorf 4 3:14 0
15.08.26 TSV Ronsdorf : Jugoslavija 0:2
16.08.26 SC BB Barmen : SC Sonnborn 3:2
23.08.26 SSV Germania : SC BB Barmen 1:2
06.09.26 TSV Ronsdorf : SSV Germania 0:1
13.09.26 FSV Vohwinkel : Cronenberger SC 2:1
18.09.26 SC Sonnborn : FSV Vohwinkel 2:4
20.09.26 Cronenberger SC : Jugoslavija 5:1
20.09.26 TSV Ronsdorf : SC BB Barmen 1:5
25.09.26 SC Sonnborn : Jugoslavija 2:3
11.10.26 SSV Germania : Cronenberger SC 1:4
18.10.26 SC Sonnborn : SSV Germania 4:0
25.10.26 SC BB Barmen : FSV Vohwinkel 2:7
25.10.26 TSV Ronsdorf : Cronenberger SC 2:6

EREN ALBAYRAK HOLT AUF

26.10.26 WUPPERTALER TOP TEN - In der Herbstausgabe des Fussball-Reports ist er auf der Titelseite zu sehen: Eren Albayrak (23) jubelt weiter. In den TOP TEN des traditionellen Wettbewerbs schob sich das neue WSV-Ass mit sieben Treffern auf den vierten Platz. 
Top Ten Torjäger Wuppertal 
1. Alphonso Henock Manata FSV Vohwinkel 9 Tore
    Benedikt Steven SSV Germania 9 Tore
    Dominik Heinen FSV Vohwinkel 9 Tore
4. Eren Albayrak Wuppertaler SV 7 Tore
    Nermin Hadzic Cronenberger SC 7 Tore
6. Mohamed Bouaasria Cronenberger SC 6 Tore
    Luca Lenz FK Jugoslavija 6 Tore
    Carlo Colucci SC BB Barmen 6 Tore
9. Tarkan Türkmen FK Jugoslavija 5 Tore
    Rico Hein Cronenberger SC 5 Tore

WSV SIEGT AUCH IN SONSBECK

25.10.26 FUSSBALL OBERLIGA - Was haben der FC Bayern und fer Wuppertaler SV gemeinsam? Richtig. Beide Klubs setzten ihre Co-Trainer auf die Chefsessel und konnte gestern jubeln. München gewann mit 3:1 in Freiburg, der WSV mit 3:0 in Sonsbeck. Niklas Bonnekessel, auf dem Foto mit Sportchef Lennart Strufw, vertrat den gesperrten ismail Jaroui und coachte souveräm die Wupper-Kletterer zum Dreier. Von Pöatz 18 auf Rang acht - diesem WSV ist durchaus zuzutrauen, seine tolle Kletterpartie (mit sechs Siegen in Folge) weiter fortzusetzen. Erfreulich auch, dass die Wuppertaler endlich wieder einen Torjäger hat. Eren Albayrak, 23 Jahre jung und aus dem Sauerland (Finnentrop) geholt, bewies, dass er neben Elfmetern (11. Minute 0:1) auch Absteubertreffer (54.) erzielen kann. Das 0:3 besorgte der eingewechselte Igbinasolor in der Schlussminute. Foto:Jochen Classen

BHC: ERSTER HEIMSIEG DER SOLINGER GEGEN HAMBURG

25.10.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat es geschafft. Gegen den HC Hamburg feiern die Löwen vor 2619 Fans in der Mitsubishi Electric HALLE ihren ersten Heimsieg dieser Saison in der Opel HBL. Beim 26:25 (13:11) überzeugen die Gastgeber in der Abwehr, erarbeiten sich einen Fünf-Tore-Vorsprung, müssen am Ende aber sogar einen Rückstand umdrehen. Die Punkte drei und vier bedeuten außerdem den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Von Anfang an unterstrich die BHC-Abwehr mit Nico Schöttle und Tom Bergner im Zentrum, das mit ihr zu rechnen ist. Die Gäste mühten sich, verloren den Ball, und Lukas Becher traf zum 1:0 mit einem Wurf ins leere Tor. Hamburg setzte in der ersten Hälfte durchgehend auf den siebten Feldspieler, geriet aber trotzdem oft ins Zeitspiel. Und wenn die Bälle aufs Tor kamen, war Kristian van der Merwe hochprozentig zur Stelle. Der dänische Torhüter hielt, was zu halten war.
Dasselbe galt allerdings auch für Robin Haug auf der anderen Seite. Die Bergischen bissen sich die Zähne an ihm aus. Phasenweise lieferten sich die beiden Schlussleute ein Torhüter-Duell auf extrem hohen Niveau. Daher fielen wenig Tore, und beide Mannschaften mussten immer wieder mit Misserfolgen umgehen. Der BHC hätte mit einer besseren Chancenverwertung deutlich höher in Führung gehen können. So ähnlich dürfte sich aber auch der Gegner gefühlt haben.
Dennoch taten zwei vergebene Würfe aufs leere Tor den Gastgebern weh. Was hingegen gut funktionierte, war der gebundene Angriff. Zwar litt die Effektivität durch die vielen Paraden, doch der BHC erarbeitete sich Chancen und verlor nur selten den Ball. Lediglich vier technische Fehler standen zum Schluss in der Statistik – weniger als in allen anderen Saisonspielen bisher.
Das 13:11 mit dem Pausenpfiff besorgte Fynn Hangstein, der damit seine ganz starke Hälfte krönte. Nach Oliver Norlyks Anschluss machte der Spielmacher die Partie schnell und zog mit Erfolg aus der Distanz ab. Komfortabel war die Halbzeitführung zwar nicht, doch zu Beginn der zweiten Halbzeit deutete sich ein klarer BHC-Erfolg an. Van der Merwe drehte noch mal auf, war unter anderem zum zweiten Mal beim Siebenmeter erfolgreich. Schütze war diesmal Noah Beyer. Der ehemalige BHCer vergab seinen einzigen Wurf der gesamten Partie.
Zwischendurch führten die Löwen durch Treffer von Becher (2) und Tom Bergner 16:11. Etwas hektisch gaben sie den Vorsprung aus der Hand und bekamen defensiv Probleme gegen den starken Norlyk. Den ersten Befreiungsschlag landeten Janik Schrader, Bergner und Becher, die auf 20:17 stellten. Doch die Hamburger gaben sich nicht auf und trafen nun hochprozentiger. Nicolaj Jörgensen glich zum 21:21 aus, Alem Hadzic schaffte die erste HCH-Führung des gesamten Spiels sechs Minuten vor Schluss.
Das Match hätte den Gastgebern nun aus der Hand gleiten können. Sören Steinhaus erzielte den ersten Ausgleich, Lukas Becher beantwortete den neuerlichen Rückstand mit seinem Abschluss von außen zum 25:25. Spannender hätten die letzten Sekunden nicht sein können. Der BHC warf in der Deckung alles rein, provozierte einen technischen Fehler und nahm eine gute Minute vor Schluss seine letzte Auszeit.
Die Verantwortung übernahm Sören Steinhaus, der Richtung Kreis durchzog und zum umjubelten 26:25 vollstreckte. Vorbei war es noch lange nicht. Die Gäste hatten noch 40 Sekunden für eine finale Aktion. Sie mühten sich vergeblich. Es gab keinen Wurf mehr auf das inzwischen von Christopher Rudeck gehütete Tor. Die Freude über diesen Meilenstein-Sieg war überschwänglich.

Fotos aus der Düsseldorfer Mitsubishi-Electric-Halle: Jochen Classen

HABEN DIE SCHIEDSRICHTER WAS GEGEN DEN WSV?

24.10.26 FUSSBALL OBERLIGA - Die Frage scheint berechtigt. Denn auch bei der 1:2-Niederlage im Niederrheinpokal in Ratingen wurden die Wuppertaler in der Nachspielzeit wegen eines nicht gegebenen Tors benachteiligt (wie auch ein Video deutlich zeigte). Schiedsrichter Luthe will ein Foul gesehen haben. Bitterer Beigeschmack: Luthe ist auch Schiedsrichterbetreuer beim Drittligisten Rot-Weiss Essen. Verständlich, dass der WSV, der bei einem Sieg in Ratingen der Viertelfinalgegner von RWE gewesen wäre, die Ansetzung von Luthe kritiiosert hat.
Der Pokaltraum ist ausgeträumt. Jetzt muss sich der WSV auf die Aufholjagd in der Oberliga konzentrieren.  Die Aufgabe beim Tabellenfünften (Anstoß 15 Uhr, Willy-Lempkes-Stadion), der allerdings nur drei Zähler mehr hat als die Wuppertaler, ist auch so schon schwer genug.Kapitän Saric ist wieder dabei. Dafür fehlt aber Trainer Ismail Jaroui. Der bekam nach dem Pokalmatch noch die Rote Karte gezeigt. Von Schiri Luthe. Jaroui soll ihm mehrere Minuten nach dem Spiel einen Vogel gezeigt haben. Ob es eine Schwalbe war oder ein Pleitegeier, konnte nicht ermittelt werden... Foto: Jochen Classen

ÄRGER BEIM WSV IN RATINGEN

23.10.26 AUS IM POKAL - Es war eine turbulente letzte Viertelstunde in Ratingen. Die knapp 1500 Zuschauer hatten ein kampfbetontes Niederrheinpokal-Achtelfinale gesehen – ohne Tore. Die fielen dann aber doch noch. In der 76. Minute brachte Zimmerling die Ratinger in Führung. Der WSV kam durch Eren Albayrak zum glücklichen Ausgleich (81.). Doch Gusic entschied mit seinem platzierten Kopfball zum 2:1 in letzter Minute das Pokalmatch. In der Nachspielzeit traf zwar erneut Albayrak für die Wuppertaler. Doch wegen eines angeblichen Foulspiels wurde der Treffer nicht anerkannt. Nach sechs Erfolgen war die erste Niederlage für den verärgerten Trainer Ismail Jaroui perfekt. Jubel aber bei Ratingens Sportlichen Leiter Frank Zilles. Als Kapitän war er 1992 mit dem WSV in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Jetzt freut sich Zille auf das Viertelfinale gegen Rot-Weiss Essen. 

Fotos aus dem Stadion Ratingen: Jochen Classen

TRAINER ÜNSAL BAYZIT VERLÄSST DEN FREUDENBERG

22.10.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Man musste in der Tat zweimal hinschauen, als das Ergebnis des letzten Spiels angezeigt wurde. Der Underdog SC Sonnborn 07 verpasste dem SSV germania 1900 Wuppertal eine satte 0:4 Niederlage. Das war wohl der Punkt, an dem SSV-Trainer Ünsal Bayzit die Konsequenzen zog. Am Mittwoch informierte der Cheftrainer den Vorstand und sprach zu seiner Mannschaft. Seitens des Vereins heißt es: "Mit großen Bedauern nimmt der Vorstand des SSV Germania den Rücktritt von Cheftrainer Ünsal Bayzit zur Kenntnis. "Mit ihm verlieren wir sportlich wie menschlich eine echte Persönlichkeit", so der Vorsitzende von Germania, Thomas Janssen. Dieser Schnitt sei schmerzlich, aber natürlich würde er respektiert. "Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, aber akzeptieren seine Gründe und seine Entscheidung", so Janssen weiter. Der SSV dankt Üni für die rund anderthalbjährige sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm alles Gute.
Das Ruder übernehmen zunächst der bisherige Co-Trainer Mahir Yildirim und Torwarttrainer Cumhur Bayzit. Foto: Odette Karbach

FUSSBALL-EM DER FRAUEN

16.10.26 STADION AM ZOO - Das Wuppertaler Stadion wurde wie schon bei der Fußball-EM 2024 der Männer als Team Base Camp für die Frauen-Fußball-EM in 2029 ausgewählt. Im Jahr des 100-jährigen Stadtgeburtstages wird Wuppertal also wieder Gastgeber für ein europäisches Team sein. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Die Qualifikationswettbewerbe laufen noch. Residieren wird die Mannschaft erneut im Golfhotel Vesper. Eine erste Informationsveranstaltung des DFB für die Gastgeberstädte findet im November in Düsseldorf statt. Dann wird der weitere Fahrplan bekanntgegeben. Es ist davon auszugehen, dass wieder mehrere Delegationen aus verschiedenen Ländern Wuppertal besuchen, um die Trainingsstätte und das Hotel zu besichtigen.
Im November 2026 soll auch der Kunstrasenplatz am Opphof, Heimplatz vom Bezirksligisten Jugoslavija, fertig gestellt sein. Foto. Stadt Wuppertal

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