OSENBERG - SPORTPRESSE
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BHC GEHT AUF EUROPAREISE

29.09.26 HANDBALL INTERNATIONAL - Es ist soweit. Am Mittwochabend bestreitet der Bergische HC sein erstes internationales Pflichtspiel in der Vereinsgeschichte. Bei Tatran Presov in der Slowakei startet das Abenteuer European League. Am Dienstagmorgen um 4:15 Uhr begann die Reise zum Düsseldorfer Flughafen. Gespielt wird am Mittwoch um 20:45 Uhr in der Tatran Handball Arena. Auf einen wichtigen Spieler muss der BHC allerdings verzichten. Abwehrchef Gerdas Babarskas hatte vorige Woche mit Magenproblemen gefehlt und deshalb im bergischen Derby beim VfL Gummersbach fast nicht gespielt. Am Montag musste er aufgrund eines Blinddarmdurchbruchs operiert werden und wird deshalb vorerst fehlen. Die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz müssen also weiterhin die Deckung umstellen. Nico Schöttle hat die Rolle bereits bei der 30:38-Niederlage in Gummersbach übernommen. Der Rest der Mannschaft wird die Auswärtsreise antreten. Für Babarskas rückt Rechtsaußen Justus Püttmann in den Kader. Janik Schrader ist ebenfalls dabei. „Sein Fuß hat nach seinem ersten Bundesliga-Einsatz nicht reagiert. Wir hoffen, dass das so bleibt“, sagt Markus Pütz. Der Rückraum-Linkshänder hat vorigen Sonntag seine ersten beiden Tore im BHC-Trikot erzielt.
In der Bundesliga warten die Bergischen zwar immer noch auf ihre ersten Punkte, doch die Vorfreude auf den Europapokal ist dennoch spürbar. „Mein Gefühl ist, dass alle Bock haben, das erste Mal für den BHC in der European League zu spielen“, meint Arnor Gunnarsson. „Mit ein paar Punkten hätten wir etwas mehr Rückenwind. Aber diese Teilnahme ist der Lohn für das fantastische Ergebnis im DHB-Pokal vorige Saison. Wir haben uns das als Vizepokalsieger verdient und freuen uns darauf.“
Pütz ergänzt: „Unabhängig davon, dass der sportliche Wert in der Liga höher ist, ist es ein großes persönliches Erlebnis. Wir sind einer der internationalen Vertreter der Bundesliga. Das machen nicht viele Mannschaften. Es wird ein überragendes Ereignis für den Verein.“ Der BHC wird in der European League mit einem Sondertrikot antreten, das in seinem Design an das Dress der Saison 2006/07, also der Spielzeit im Gründungsjahr des Clubs, angelehnt ist.
Die Reise in die Slowakei soll mit dem ersten Pflichtspielsieg der laufenden Runde vergoldet werden. „Tatran Presov ist eine Mannschaft, die wir schlagen können. Es sind besondere Voraussetzungen, aber wir werden alles dafür tun, um zu gewinnen“, betont Pütz. Hintergrund ist das Bundesliga-Auswärtsspiel bei HBW Balingen-Weilstetten weniger als 48 Stunden später. Am Freitag um 20 Uhr ist der BHC dort gefordert. „Wir müssen also gucken, wie wir priorisieren, um gut durch die intensiven Tage zu kommen.“
Im Gegensatz zum BHC hat Presov bereits in der vorigen Saison in der European League gespielt, schied aber mit nur einem Punkt nach der Vorrunde aus. Auch deshalb wird das Team von Experten als vermeintlich schwächstes Team der Gruppe eingeschätzt. Es handelt sich allerdings um den einzigen nationalen Meister. Der Club feierte im Sommer seinen 20. Titel. IK
Sävehof flog in Schweden im Halbfinale raus, MRK Sesvete ist kroatischer Vizemeister, der BHC wurde bekanntlich 13. der Bundesliga.
Zu den Leistungsträgern Presovs zählt Spielmacher Andrej Dobrkovic aus Montenegro. „Er setzt den Kreis gut ins Szene“, weiß Gunnarsson. Im Abwehr-Innenblock ist Lukas Urban gesetzt. „Er spielt schon ganz lange bei Presov und ist vielleicht so etwas wie ein Vereinsheld.“ Auch die Linkshänder Tim Bogdanovic und Josef Hozman haben die BHC-Trainer auf dem Schirm.
Der BHC hat neben einigen Videosichtungen nur eine Halleneinheit als Vorbereitung auf den Gegner. Diese wird am Dienstagabend am Spielort stattfinden. Am Mittwoch übernachtet die Mannschaft nach dem Match in der Slowakei, um am Donnerstag nach Stuttgart zu fliegen. Von dort geht es ins Hotel nach Kirchheim unter Teck. Die Rückkehr ins Bergische Land findet erst nach der Partie in Balingen statt.

BHC VERLIERT DERBY IN DER ERSTEN HÄLFTE

28.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Es war nicht das erhoffte, bis zur letzten Sekunde leidenschaftlich geführte Bergische Derby zwischen dem VfL Gummersbach und dem Bergischen HC. Dafür führten die Gastgeber in der ausverkauften Schwalbe-Arena schon nach 30 Minuten zu deutlich. Der BHC hatte sich vor der Pause durch diverse Fehler und Ballverluste um seine Außenseiterchance gebracht. In der zweiten Halbzeit verhinderte er ein deutlicheres Ergebnis und unterlag 30:38.
Bis etwa zum 6:6 lief das Derby nach dem Wunsch der BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz (Foto). Die Abwehr funktionierte auch ohne den angeschlagenen Gerdas Babarskas (Magenprobleme) recht ordentlich, Christopher Rudeck fand im Tor gut ins Spiel. Seine Paraden führten genauso zu erfolgreichen Tempotoren wie die schnelle Mitte unmittelbar nach Gegentreffern.
Dann allerdings leistete sich die Mannschaft eine Phase mit fünf technischen Fehlern innerhalb weniger Minuten. Diese sorgten für sechs Gummersbacher Treffer in Serie und einen 6:12-Rückstand, der kaum noch aufzuholen war. Das lag zum einen an weiteren Nachlässigkeiten, vor allem aber auch an einer enormen Gummersbacher Qualität. Nikola Roganovic, Alex Dujshebaev und Miro Schluroff zeigten viel Durchschlagskraft aus dem Rückraum.
Der BHC lief fortan hinterher, hatte aber in Sören Steinhaus und Lukas Becher gleich zwei achtfache Torschützen in seinen Reihen. Becher traf sicher von außen und versenkte zudem drei Siebenmeter. Steinhaus übernahm die Führung auf dem Feld und zeigte sehr großen Zug zum Tor.
Die Begegnung war beim 14:21-Rückstand zur Pause zwar nahezu entschieden, doch die Bergischen verhinderten es, den Gummersbacher Vorsprung noch größer werden zu lassen. Kristian van der Merwe rückte für Rudeck zwischen die Pfosten, Nico Schöttle blieb für Babarskas im Innenblock, der so komplett geschont werden konnte. Auch Johannes Wasielewski erhielt Entlastung. In der Schlussphase spielte Zeb Bjerneld im rechten Rückraum und erzielte sein erstes Tor in seinem zweiten Bundesligaspiel.
Zuvor kam auch Janik Schrader für gute zwölf Minuten zum Einsatz. Der Neuzugang, der bislang aufgrund einer Fußverletzung passen musste, belebte das BHC-Spiel spürbar. Er traf zwei Mal selbst und bediente Lukas Becher sehenswert - ein vielversprechendes Debüt des Linkshänders. Am Ergebnis, beziehungsweise der Tendenz, änderte das alles nichts mehr. Der BHC erzielte zwar zwischendurch auch mal ein paar Tore in Serie, doch der Rückstand pendelte sich immer wieder bei sieben bis acht Toren ein. Am Ende hieß es 30:38 aus Löwen-Sicht.

BERGISCHES DERBY ALS WENDEPUNKT?

25.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Vor knapp einem Jahr traf Johannes Wasielewski im letzten Angriff zum 29:29 beim VfL Gummersbach. Es war ein unerwarteter Punkt für den BHC, der auch in dieser Saison als Außenseiter ins Bergische Derby geht. Am Sonntag um 16.30 Uhr findet das Bundesligaspiel in der Schwalbe-Arena statt. Nur noch wenige Resttickets sind verfügbar.
Der VfL Gummersbach ist mit 5:5-Punkten ordentlich, aber nicht grandios in die Saison gestartet. „Sie hatten auch ein Hammer-Programm“, sagt BHC-Trainer Markus Pütz. So unterlagen die Oberbergischen dem Deutschen Meister SC Magdeburg mit 31:33, und auch bei Pokalsieger Füchse Berlin verloren sie 28:33. Bei den Rhein-Neckar Löwen und der HSG Wetzlar gewann die Mannschaft von Coach Gudjon Valur Sigurdsson, gegen die MT Melsungen sprang beim 31:31
ein Punkt heraus.
Die Gummersbacher haben im Vergleich zur Vorsaison einen sehr prominenten Spieler verloren. Julian Köster wechselte zum THW Kiel. Sein Nachfolger im linken Rückraum ist Nikola Roganovic. Der Schwede etablierte sich in den ersten fünf Spielen bereits als erfolgreichster VfL-Torschütze mit 38 Treffern, zwölf davon per Siebenmeter. Bester Werfer aus dem Feld ist Positionskollege Miro Schluroff mit 36 Erfolgserlebnissen.
Einen herausragenden Zugang hat der VfL im rechten Rückraum. Alex Dujshebaev kam aus Kielce, war kurz angeschlagen, stand zuletzt aber wieder auf der Platte. „Ein sehr cleverer Spieler“, sagt Arnor Gunnarsson, Trainer-Partner von Markus Pütz. Im Tor ersetzte Ignacio Biosca Garcia den nach Magdeburg gegangenen Dominik Kuzmanovic. Erste Wahl zwischen den Pfosten ist bisher aber Bertram Obling, der eine Fangquote von knapp 30 Prozent aufweist. Zwei Handballer stehen dem VfL voraussichtlich nicht zur Verfügung: Rückraum-Rechtshänder Tom Kiesler und Rückraum-Linkshänder Teitur Einarsson. „Wir sind natürlich trotzdem Außenseiter, versuchen aber alles“, sagen die BHC-Trainer und hoffen auf die ersten beiden
Punkte in der neuen Saison. Die Personalsituation bleibt weitgehend unverändert. Neuzugang Janik Schrader hat in dieser Woche zwar wieder vorsichtig trainiert, mit einem Einsatz in Gummersbach ist allerdings nicht zu rechnen. Torhüter Louis Oberosler wird aufgrund eines Nationalmannschaftslehrgangs von Österreich nicht dabei sein.
Während der VfL Gummersbach unter der Woche in der zweiten Rundes des DHB-Pokals gefordert war und 38:28 beim Dessau-Roßlauer HV gewann, hat sich der BHC, der als Pokal-Vize erst im Achtelfinale einsteigt, in Ruhe vorbereitet. „Ein Thema waren die technischen Fehler“, erläutert Pütz. Beim 26:37 gegen die Füchse Berlin leisteten sich die Bergischen laut offizieller Statistik erneut 14 Stück davon. Um die Zahl zu reduzieren setzen die Trainer auf eine Vereinfachung der Struktur. „Gerade wenn die erste Idee nicht funktioniert, haben wir den Ball in der zweiten Aktion oft weggegeben. Wir haben mehr Klarheit geschaffen, auf welche Abläufe wir dann setzen.“ Eine Verbesserung wollen die Trainer auch in Bezug auf das Energielevel der Mannschaft sehen. „Es kann nicht sein, dass wir uns aufgeben, wie das gegen Berlin geschehen ist. Wir müssen auch mit der Tordifferenz verantwortungsvoll umgehen und dürfen das Spiel nicht einfach auslaufen lassen“, betont Pütz.
Nach dem Derby in Gummersbach geht der BHC in eine sehr intensive Phase. Am Mittwoch um 20:45 Uhr steht die Premiere in der European League bei Tatran Presov an, zwei Tage später geht es in der Bundesliga bei HBW Balingen-Weilstetten weiter. Eine Herausforderung wird daher die Belastungssteuerung. Umso wichtiger, dass in Zeb Bjerneld seit vorigem Sonntag ein Neuzugang dabei ist. „Wir haben ihn in dieser Woche näher an unser Spielsystem gebracht“, sagt Arnor Gunnarsson. „Er wird uns helfen.“Foto mit Miro Schluroff & Tom Kiesler: Odette Karbach

WSV GEWINNT UND TRIFFT NUN AUF RATINGEN

25.09.26 NIEDERRHEINPOKAL - Wuppertal wird in der dritten Runde nur durch den WSV vertreten, der beim Bezirksligisten FSV Duisburg gewann. Das Endergebnis von 2:0 stand schon nach 32 Minuten fest. Kacmaz und Fili waren die Torschützen für die überlegenen Gäste, die in Runde drei beim Oberliga-Konkurrenten Ratingen 04/19 antreten müssen. Der SC Sonnborn verlor gegen Schwarz-Weiss Essen mit 0:4. Archivfoto: Jochen Classen

FRANKFURT UND MÜNCHEN DEUTSCHER MANNSCHAFTSMEISTER

21.09.26 GOLF - Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) der Altersklasse (AK) 30 haben am Wochenende zwei neue Titelträger hervorgebracht. Bei den Frauen setzte sich der Münchener GC im GC Gäuboden durch, bei den Männern gewann der Frankfurter GC die Meisterschaft im GC Hamburg Wendlohe. Für beide Mannschaften ist es der erste Titel bei der DMM AK 30.
Im Finale der Frauen bezwang der Münchener GC den Berliner GC Gatow mit 3,5:1,5 und krönte damit eine starkes Turnierwochenende. Die Münchnerinnen waren bereits als Spitzenreiterinnen der Zählspielqualifikation in die Matchplay-Phase gestartet und behaupteten ihre Position auch in den entscheidenden Duellen. Im Halbfinale hatte sich die Mannschaft erst im Stechen gegen den GC Neuhof für das Endspiel qualifiziert. Berliner GC Gatow sicherte sich als Siebter der Qualifikation überraschend die Silbermedaille. Bronze ging an den G&LC Berlin-Wannsee, der sich im Spiel um Platz drei mit 3,5:1,5 gegen den GC Neuhof durchsetzte.
Bei den Männern sorgte der Frankfurter GC im GC Hamburg Wendlohe für eine Überraschung. Die Hessen, als Zweite der Zählspielqualifikation in die Matchplays gestartet, bezwangen im Finale den G&LC Berlin-Wannsee mit 3:2. Berlin hatte die Qualifikation gewonnen und sich auch im Viertel- und Halbfinale souverän durchgesetzt. Im Endspiel behielt Frankfurt jedoch in den entscheidenden Momenten die Oberhand und sicherte sich den Deutschen Meistertitel. Den dritten Platz belegte der GC Hösel mit einem 3,5:1,5 gegen den GC Am Reichswald.
Die Titelverteidiger konnten ihre Meisterschaften aus dem Vorjahr nicht wiederholen: Die Vorjahressieger, der Stuttgarter GC Solitude schied bei den Frauen bereits nach der Qualifikation aus, der GC St. Leon-Rot belegte bei den Männern den siebten Platz.
Bild: Die Mannschaft des Frankfurter GC krönt sich bei der DMM AK 30 Männer zum neuen Meister. Foto: Langer Sport Marketing

PLEITE GEGEN DIE FÜCHSE

21.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Die beste Nachricht des Sonntags blieb aus Sicht des Bergischen HC eine Verkündung vor Spielbeginn. Christopher Rudeck hat seinen Vertrag bis 2030 verlängert. Damit wird der Torhüter und Kapitän mindestens 15 Jahre am Stück das Löwen-Trikot tragen. Sportlich geriet die Partie gegen die Füchse Berlin trotz des aufbrandenden Jubels in der Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf nicht zu einem Leckerbissen. Der BHC verlor mit 26:37 (9:15) deutlich.
Dabei hatte es zwischendurch nicht danach ausgesehen, dass die Berliner mit einem Kantersieg nach Hause fahren würden. Zwar hatten die Gäste den besseren Start und profitierten von diversen vergebenen Sechs-Meter-Chancen der Bergischen, doch diese kamen wieder heran. Bis auf 8:10 verkürzten die Hausherren, hatten dann sogar zwei Mal den Ball zum möglichen Anschluss in der Hand. Aber Füchse-Keeper Lasse Ludwig, der seit der 13. Minute für den an der Hand verletzten Andreas Palicka zwischen den Pfosten stand, war bei den Würfen aus der Nahdistanz jeweils zur Stelle. Was folgte, war eine schwache BHC-Phase von beinahe elf Minuten mit lediglich einem Treffer von Fynn Hangstein und diversen technischen Fehlern, durch die Berlin einfaches Spiel hatte. Die gute Abwehrleistung ging so beim 9:15-Rückstand zur Pause etwas unter. Die Berliner waren bereits auf Kurs. Nach der Halbzeit kämpfte sich der BHC noch einmal zurück ins Match.
Johannes Wasielewski (2), Tom Bergner (2), Hangstein (2), Lukas Becher und Sören Steinhaus erzielte die Treffer auf dem Weg zum 17:20. Näher allerdings ließen die Füchse ihren Gegner nicht aufkommen. Mathias Gidsel schraubte sein Torkonto noch auf elf hoch, die in der ersten Halbzeit noch ordentliche Löwen-Deckung fand keinen Zugriff mehr. Die Gegenwehr der Gastgeber wurde auch spür- und sichtbar geringer. Immerhin kam Gabriel da Rocha Viana zu seinem ersten Bundesliga-Treffer. Der Linksaußen übernahm in der Schlussphase für Lukas Becher. Auch Nico Schöttle spielte wieder etwas mehr.
Der klare Ausgang der Begegnung war jedoch längst besiegelt.

BHC NIMMT AUSWÄRTSHÜRDE AN DER OSTSEE UND BLEIBT UNGESCHLAGEN

21.09.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC landete vor knapp 250 Zuschauern einen 34:25 (19:14) Kantersieg beim Rostocker HC und schiebt sich auf den vierten Tabellenplatz vor. Die Voraussetzungen vor Antritt der 550 Kilometer weiten Fahrt nach Rostock waren für den Bergischen Zweitligisten alles andere als günstig. Zu den verletzten Spielerinnen Kim Ott, Lina Seiffarth und Emma Montag gesellte sich Spielmacherin Marie Vorlicek-Michalczik. Die im Spiel gegen Lintfort erlittene leichte Gehirnerschütterung machte einen Einsatz unmöglich. Zudem war Torjägerin Svenja Mann angeschlagen, kam nur zu zwei Kurzeinsätzen.
So vertraute Trainer Ruben Voßhans der ungewohnten Rückraum-Formation mit Norma Goldmann, Meggan Rusko und Jasmina Gierga. Besonders die 17-jährige Spielmacherin Rusko machte ein super Spiel, fand gute Lösung gegen die verschiedenen Abwehrsysteme, mit den Rostock agierte, und war selbst fünfmal in erfolgreich. Ebenso übernahm Norma Goldmann Verantwortung, erzielte sechs ihrer sieben Treffer in der ersten Spielhälfte.
Die Partie blieb in den ersten 20 Minuten ausgeglichen. Nachdem Rostock eine Zeitstrafe gegen Kreisläuferin Ruby Vaessens nicht nutzen konnte, zog der BHC mit einem 4:0-Lauf auf den 19:14-Pausenstand davon. Zu Beginn der zweiten Halbzeit überraschte Rostock die Gäste mit einer offensiven Abwehr und provozierte prompt Fehler. Lena Schieber schaffte wieder den Anschluss 18:19 (34.). Doch der BHC fing sich schnell. Vaessens und die beiden Außen Djazzmin Trabelsi und Lucy Krahwinkel zeigten sich treffsicher. Krahwinkel war es auch die nach tollem Anspiel von Rusko für die Vorentscheidung sorgte (23:30, 52.).
Es passte zu dem gelungenen Abend, dass Eigengewächs Leni Holz drei Tage nach ihrem 18. Geburtstag für den 25:34-Endstand sorgte. Glückliche Gesichter beim BHC – und auch bei Ruben Voßhans: „Natürlich bin ich mit dem Auftreten meiner Mannschaft zufrieden. Dass wir die Ausfälle so kompensieren, war nicht zu erwarten. Aber die Mädels haben das super gelöst, haben sehr diszipliniert agiert und auf den Punkt zu Ende gespielt. Wir hatten eine gute Chancenverwertung und auch in kritischen Situationen kühlen Kopf bewahrt. Das war sicherlich unsere beste Saisonleistung. Die Mannschaft hat sich die kurze Pause. Eine Pause, die nicht alle genießen können. Die Schweizerin Norma Goldmann blieb direkt im Norden, um von da aus nach Norwegen ins Trainingslager mit ihrem Nationalteam zu fliegen. Und für die beiden U19 Nationalspielerinnen Marlene Wagner und Meggan Rusko steht der Lehrgang in Barsinghausen an.
Das nächste Spiel ist erst am 10. Oktober. Dann empfängt der BHC den SV Werder Bremen (Anwurf 18:30 Uhr, Klingenhalle). Foto: BHC

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