OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT      MATCHBALL MIT GOLF-EXTRA      BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT

  

WSV HOLT WUNDERLICH UND RODRIGUES-PIRES

31.12.25 FUSSBALL REGIONALLIGA - Die sportliche Krise hält seit Wochen an. Aber erst am vorletzten Tag des Jahres 2025 platzte die Bombe beim abstiegsgefährdeten WSV: Ex-Profi Mike Wunderlich löst den erfolgs- und glücklosen Trainer Sebastian Tyrala ab; und der ehemalige WSV-Spieler Kevin Rodrigues-Pires wird neuer Co-Trainer. Beide kommen vom Fünftligisten Ahrweiler SC und sollen so schnell wie möglich den WSV wieder auf den Erfolgsweg bringen.
Nicht nur Tyrala, auch das langjährige Vorstandsmitglied Thomas Richter (Vorstand Sport) verlässt den WSV. Der 63-Jährige prägte die sportliche Ausrichtung des WSV über viele Jahre maßgeblich und war eine zentrale Konstante in einer bewegten Vereinsphase. Mit großem Engagement, Fachkompetenz und hohem persönlichen Einsatz hat er die Entwicklung des Vereins nachhaltig mitgestaltet.

Dem Wuppertaler SV bleibt Thomas Richter jedoch weiterhin eng verbunden. Er wird dem Verein auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen und seine Erfahrung einbringen. Darüber hinaus bleibt er dem WSV als Trainer der Frauenmannschaft erhalten und setzt seine erfolgreiche Arbeit in diesem Bereich fort. Text: MAO / Foto: Jochen Classen 

AUSZEIT: BHC UND TRAINERIN KERSTIN RECKENTHÄLER LÖSEN VERTRAG

30.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Ein Drittel der Saison ist absolviert. Mit 14:8-Punkten schließt der Bergische HC das Jahr 2025 auf dem fünften Tabellenplatz ab. Zum Jahreswechsel wird es auch einen Wechsel auf der Trainerposition geben. Kerstin Reckenthäler wird 2026 nicht mehr Trainerin des Zweitligisten sein: „Vor ein paar Wochen hatten wir uns darauf verständigt, dass ich meinen Vertrag im Sommer nicht verlängern werde. Nach 27 Jahren im Leistungshandball benötige ich dringend eine Pause. Die Doppelbelastung in den letzten 14 Jahren mit Job und Handball haben bei mir ihre Spuren hinterlassen“, erklärt die 43-jährige Lehrerin und A-Lizenz-Inhaberin, deren Engagement beim BHC im Sommer 2024 begann. „Das soll kein Abschied vom Handball sein und gern hätte ich bis Saisonende gemacht und es zu einem ordentlichen Abschluss gebracht, aber jetzt benötige ich Zeit, um meine Akkus zu laden.“
Nach einigen Gesprächen mit BHC-Geschäftsführerin Assina Müller kam man überein, den Wechsel sofort zu vollziehen. Müller, die 2024 schon einmal als Interimstrainerin fungierte und mit dem BHC in die 2. Liga aufstieg, übernimmt erneut, bis ein neuer Übungsleiter gefunden ist. Assina Müller: „Der Januar mit den Spielen in Rödertal, gegen Leipzig und in Nürtingen stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Weiterentwicklung der Mannschaft hat dabei weiterhin oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit Kerstin endet zu diesem Zeitpunkt. Wir danken ihr für ihre engagierte und professionelle Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“ Foto: Kevin Becher

IN BESTBESETZUNG ZUM TURNIERSIEG

30.12.25 SÜDHÖHENTURNIER - Auch am Sonntag lieferte der FSV Vohwinkel einen erfolgreichen Bandenkick ab und landete souverän ins Endspiel. Landesligist SSV Bergisch Born wurde im Halbfinale mit 7:0 abgefertigt. Beim Ronsdorfer Halbfinale schlugen die Zebras den SV Jägerhaus-Linde mit 2:1. Das Team Linde holte sich die Bronzemedaille. Im Siebenmeterschießen verwiesen sie die Borner auf den 4. Platz. Im spannenden Finale brachte Sebastian Schmieta den TSV 05 Ronsdorf in Front, eh Alphonso Henock Manata mit einem Doppelpack für das 2:1 sorgte. Übrigens mit Bestnote in der artistischen Ausführung. Samir Tajar stelle den 3:1 Endstand her. Glückwünsche in die Lüntenbeck und ein dickes Dankeschön an den Ausrichter SSV 07 Sudberg!

Fotos aus der Alfred Henckels-Halle: Odette Karbach

BHC VERLIERT AKTIONSSPIEL GEGEN REGENSBURG

29.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im Vorfeld wurde kräftig die Werbetrommel gerührt für den ersten „1 €-Aktionstag“ des Bergischen HC, doch leider versäumten es die Gastgeberinnen auf dem Spielfeld Werbung in eigener Sache zu machen. Knapp 700 Zuschauer folgten dem Aufruf „eine Stadt in Blau“ und boten in der Solinger Klingenhalle eine stattliche Kulisse, mussten mit ansehen, wie der ESV 1927 Regensburg nach 60 Minuten mit 27:22 (10:10) die Oberhand behielt, beide Punkte mit auf die 550 Kilometer weite Rückfahrt nahm.
U19-Europameisterin Lena Lindemann überragte im BHC-Tor, die Defensive hatte sich gut auf den Regensburger-Angriff, der wie immer mit der überlegt handelnden Linkshänderin Franziska Peter auf der Spielmacher-Position agierte, eingestellt. Aber sich gut auf den Regensburger-Angriff, der wie immer mit der überlegt handelnden Linkshänderin Franziska Peter auf der Spielmacher-Position agierte, eingestellt. Aber im Angriff tat sich der BHC schwer, ließ die nötige Kreativität gegen die Regensburger 3:2:1-Abwehr vermissen und offenbarte einmal mehr seine Abschlussschwäche. Nach 20 Minuten stand die Anzeigentafel auf 5:9 ehe ein Ruck durch das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler ging. Einen 5:0-Lauf schloss Lucy Krahwinkel zum 10:9 ab, Melina Hahn glich per Siebenmeter zum 10:10-Pausenstand aus.
Auch nach Wiederanpfiff parierte Lindemann glänzend, entschärfte zwei Strafwürfe von Melina Hahn und Franziska Peter. Trotzdem brachte Lindemanns Rückhalt ihren Mitspielerinnen kaum Sicherheit. Es brauchte sieben Minuten, bis der BHC den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte. Alex Lundström verwandelte einen Strafwurf zum 11:13.
Regensburg ließ sich nicht beirren und erhöhte den Abstand auf 12:20 durch Theresa Lettl (46.). Der BHC blies zur Aufholjagd. Seiffarth, Goldmann, Lundström und Trabelsi schafften innerhalb drei Minuten den Anschluss (16:20, 49.).
Dann ein Dämpfer für den BHC als Lina Seiffarth einen Gegenstoß ans Lattenkreuz hämmerte und erneut Lettl auf 16:21 erhöhte (51.). Noch einmal keimte Hoffnung im BHC-Lager auf, als Torjägerin Svenja Mann auf 20:23 verkürzte und Caro Härtl ihre dritte Zeitstrafe kassierte (56.). Aber auch diese Drucksituation überstanden die Gäste und kamen letztendlich zum 22:27-Erfolg. Foto: Kevin Becher

FÜCHSE WOLLEN DEN POTT IN DER LÜNTENBECK BEHALTEN

27.12.25 SÜDHÖHENTURNIER - Der SSV 07 Sudberg erweist sich wieder als guter Gastgeber. Der Budenzauber zog am ersten Tag des Turniers wieder reichlich gut gelaunte Fußballfreunde an. Gemütlich eng ist es und wenn "Et Lehnchen" aus den Lautsprechern klingt, wird mitgesunden! Titelverteidiger FSV Vohwinkel lässt keinen Zweifel daran, dass sie den Hans-Löhdorf-Gedächtnispokal nicht rausrücken wollen. Die Füchse machen es sich am zweiten Turniertag zur Aufgabe, den punktgleichen Mitstreiter SSV Bergisch Born abzuschütteln. Ähnlich geht es dem SV Jägerhaus-Linde, der mit den Freudenbergern starke Konkurrenten hat. Mit Spannung wird der Auftritt der Zebras erwartet, die bekanntlich am zweiten Tag den Turbo einschalten. Publikumsliebling sind natürlich das Sudberger Team aus der Kreisliga B.

Fotos aus der Alfred Henckels-Halle: Odette Karbach

NIEDERLAGE IM LETZEN SPIEL DES JAHRES

27.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Die Trauben hingen für den Bergischen HC hoch bei der SG Flensburg-Handewitt. Das galt umso mehr, weil die Mannschaft im letzten Spiel vor der EM-Pause auch noch auf Nico Schöttle verzichten musste. So gelang dem Tabellenzweiten beim 36:29 (21:16) ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg, in dem Torhüter Benjamin Buric mit brillierte. Insgesamt 21 Paraden hatten Buric und der später eingewechselte Kevin Möller am Ende für die Flensburger gesammelt und es den Gästen damit noch schwerer gemacht, als es ohnehin schon gewesen wäre. Denn die Ausgangslage sprach nicht nur nominell gegen die Bergischen. Sie mussten neben den Langzeitverletzten auch noch auf Nico Schöttle verzichten. Der Rückraumspieler hat sich Anfang der Woche einer Operation unterzogen, bei der eine Platte nach einem ausgeheilten Mittelfußbruch entfernt wurde. Durch das Vorziehen des Eingriffs ist die Rückkehr des Rechtshänders pünktlich zum Start der Restrunde nahezu sicher.
In Flensburg allerdings sorgte sein Ausfall dafür, dass zum Beispiel Soeren Servos deutlich mehr Einsatzzeit bekam. Der 19-Jährige nutzte sie zu seinen ersten beiden Toren in der Bundesliga. Vor allem das allererste hätte er sich wohl nicht schöner vorstellen können. Servos ließ seinen Gegenspieler per Drehung aussteigen und netzte zum 9:12 ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der BHC gerade von einer schwachen Anfangsphase erholt. Die Gäste waren 0:4 und 3:10 in Rückstand geraten, bevor sie sich steigerten und bis auf drei Tore herankamen. In die Pause ging es mit einem 11:16-Rückstand. Fünf BHC-Treffer waren bereits zu diesem Zeitpunkt auf Lars Kooij gegangen. Es war das statistisch beste Match der Saison für den
niederländischen Kreisläufer, der am Ende sogar sechs Tore auf dem Konto hatte.
Individuell hielt die Partie aus BHC-Sicht noch ein paar kleine Highlights bereit, doch in die Nähe von Punkten kam die Truppe nicht. Belal Massoud traf bei seinem Erstliga-Debüt wie Servos doppelt. Auch Niklas Michalski, der mit Zweitspielrecht dabei war, kam zu ein paar Einsatzminuten. Dazu beendete Christopher Rudeck die Partie mit soliden elf Paraden und starken zwei gehaltenen Siebenmetern. Und als Team gelang es den Bergischen aus einem 20:32-Rückstand noch ein 29:36 zu machen und den Endstand damit deutlich zu verschönern - auch wenn es dafür keine Punkte gibt. Die bleiben ungefährdet in Flensburg. Der BHC macht nun bis zum 12. Januar frei. Dann findet die erste Halleneinheit statt. Bereits am 5. Januar beginnen die Spieler mit Individualtraining. Text: BHC / Archivfoto: Jochen Classen

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