OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL

WSV SIEGT AUCH IN SONSBECK

25.10.26 FUSSBALL OBERLIGA - Was haben der FC Bayern und fer Wuppertaler SV gemeinsam? Richtig. Beide Klubs setzten ihre Co-Trainer auf die Chefsessel und konnte gestern jubeln. München gewann mit 3:1 in Freiburg, der WSV mit 3:0 in Sonsbeck. Niklas Bonnekessel, auf dem Foto mit Sportchef Lennart Strufw, vertrat den gesperrten ismail Jaroui und coachte souveräm die Wupper-Kletterer zum Dreier. Von Pöatz 18 auf Rang acht - diesem WSV ist durchaus zuzutrauen, seine tolle Kletterpartie (mit sechs Siegen in Folge) weiter fortzusetzen. Erfreulich auch, dass die Wuppertaler endlich wieder einen Torjäger hat. Eren Albayrak, 23 Jahre jung und aus dem Sauerland (Finnentrop) geholt, bewies, dass er neben Elfmetern (11. Minute 0:1) auch Absteubertreffer (54.) erzielen kann. Das 0:3 besorgte der eingewechselte Igbinasolor in der Schlussminute. Foto:Jochen Classen

BHC: ERSTER HEIMSIEG DER SOLINGER GEGEN HAMBURG

25.10.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat es geschafft. Gegen den HC Hamburg feiern die Löwen vor 2619 Fans in der Mitsubishi Electric HALLE ihren ersten Heimsieg dieser Saison in der Opel HBL. Beim 26:25 (13:11) überzeugen die Gastgeber in der Abwehr, erarbeiten sich einen Fünf-Tore-Vorsprung, müssen am Ende aber sogar einen Rückstand umdrehen. Die Punkte drei und vier bedeuten außerdem den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Von Anfang an unterstrich die BHC-Abwehr mit Nico Schöttle und Tom Bergner im Zentrum, das mit ihr zu rechnen ist. Die Gäste mühten sich, verloren den Ball, und Lukas Becher traf zum 1:0 mit einem Wurf ins leere Tor. Hamburg setzte in der ersten Hälfte durchgehend auf den siebten Feldspieler, geriet aber trotzdem oft ins Zeitspiel. Und wenn die Bälle aufs Tor kamen, war Kristian van der Merwe hochprozentig zur Stelle. Der dänische Torhüter hielt, was zu halten war.
Dasselbe galt allerdings auch für Robin Haug auf der anderen Seite. Die Bergischen bissen sich die Zähne an ihm aus. Phasenweise lieferten sich die beiden Schlussleute ein Torhüter-Duell auf extrem hohen Niveau. Daher fielen wenig Tore, und beide Mannschaften mussten immer wieder mit Misserfolgen umgehen. Der BHC hätte mit einer besseren Chancenverwertung deutlich höher in Führung gehen können. So ähnlich dürfte sich aber auch der Gegner gefühlt haben.
Dennoch taten zwei vergebene Würfe aufs leere Tor den Gastgebern weh. Was hingegen gut funktionierte, war der gebundene Angriff. Zwar litt die Effektivität durch die vielen Paraden, doch der BHC erarbeitete sich Chancen und verlor nur selten den Ball. Lediglich vier technische Fehler standen zum Schluss in der Statistik – weniger als in allen anderen Saisonspielen bisher.
Das 13:11 mit dem Pausenpfiff besorgte Fynn Hangstein, der damit seine ganz starke Hälfte krönte. Nach Oliver Norlyks Anschluss machte der Spielmacher die Partie schnell und zog mit Erfolg aus der Distanz ab. Komfortabel war die Halbzeitführung zwar nicht, doch zu Beginn der zweiten Halbzeit deutete sich ein klarer BHC-Erfolg an. Van der Merwe drehte noch mal auf, war unter anderem zum zweiten Mal beim Siebenmeter erfolgreich. Schütze war diesmal Noah Beyer. Der ehemalige BHCer vergab seinen einzigen Wurf der gesamten Partie.
Zwischendurch führten die Löwen durch Treffer von Becher (2) und Tom Bergner 16:11. Etwas hektisch gaben sie den Vorsprung aus der Hand und bekamen defensiv Probleme gegen den starken Norlyk. Den ersten Befreiungsschlag landeten Janik Schrader, Bergner und Becher, die auf 20:17 stellten. Doch die Hamburger gaben sich nicht auf und trafen nun hochprozentiger. Nicolaj Jörgensen glich zum 21:21 aus, Alem Hadzic schaffte die erste HCH-Führung des gesamten Spiels sechs Minuten vor Schluss.
Das Match hätte den Gastgebern nun aus der Hand gleiten können. Sören Steinhaus erzielte den ersten Ausgleich, Lukas Becher beantwortete den neuerlichen Rückstand mit seinem Abschluss von außen zum 25:25. Spannender hätten die letzten Sekunden nicht sein können. Der BHC warf in der Deckung alles rein, provozierte einen technischen Fehler und nahm eine gute Minute vor Schluss seine letzte Auszeit.
Die Verantwortung übernahm Sören Steinhaus, der Richtung Kreis durchzog und zum umjubelten 26:25 vollstreckte. Vorbei war es noch lange nicht. Die Gäste hatten noch 40 Sekunden für eine finale Aktion. Sie mühten sich vergeblich. Es gab keinen Wurf mehr auf das inzwischen von Christopher Rudeck gehütete Tor. Die Freude über diesen Meilenstein-Sieg war überschwänglich.

Fotos aus der Düsseldorfer Mitsubishi-Electric-Halle: Jochen Classen

HABEN DIE SCHIEDSRICHTER WAS GEGEN DEN WSV?

24.10.26 FUSSBALL OBERLIGA - Die Frage scheint berechtigt. Denn auch bei der 1:2-Niederlage im Niederrheinpokal in Ratingen wurden die Wuppertaler in der Nachspielzeit wegen eines nicht gegebenen Tors benachteiligt (wie auch ein Video deutlich zeigte). Schiedsrichter Luthe will ein Foul gesehen haben. Bitterer Beigeschmack: Luthe ist auch Schiedsrichterbetreuer beim Drittligisten Rot-Weiss Essen. Verständlich, dass der WSV, der bei einem Sieg in Ratingen der Viertelfinalgegner von RWE gewesen wäre, die Ansetzung von Luthe kritiiosert hat.
Der Pokaltraum ist ausgeträumt. Jetzt muss sich der WSV auf die Aufholjagd in der Oberliga konzentrieren.  Die Aufgabe beim Tabellenfünften (Anstoß 15 Uhr, Willy-Lempkes-Stadion), der allerdings nur drei Zähler mehr hat als die Wuppertaler, ist auch so schon schwer genug.Kapitän Saric ist wieder dabei. Dafür fehlt aber Trainer Ismail Jaroui. Der bekam nach dem Pokalmatch noch die Rote Karte gezeigt. Von Schiri Luthe. Jaroui soll ihm mehrere Minuten nach dem Spiel einen Vogel gezeigt haben. Ob es eine Schwalbe war oder ein Pleitegeier, konnte nicht ermittelt werden... Foto: Jochen Classen

ÄRGER BEIM WSV IN RATINGEN

23.10.26 AUS IM POKAL - Es war eine turbulente letzte Viertelstunde in Ratingen. Die knapp 1500 Zuschauer hatten ein kampfbetontes Niederrheinpokal-Achtelfinale gesehen – ohne Tore. Die fielen dann aber doch noch. In der 76. Minute brachte Zimmerling die Ratinger in Führung. Der WSV kam durch Eren Albayrak zum glücklichen Ausgleich (81.). Doch Gusic entschied mit seinem platzierten Kopfball zum 2:1 in letzter Minute das Pokalmatch. In der Nachspielzeit traf zwar erneut Albayrak für die Wuppertaler. Doch wegen eines angeblichen Foulspiels wurde der Treffer nicht anerkannt. Nach sechs Erfolgen war die erste Niederlage für den verärgerten Trainer Ismail Jaroui perfekt. Jubel aber bei Ratingens Sportlichen Leiter Frank Zilles. Als Kapitän war er 1992 mit dem WSV in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Jetzt freut sich Zille auf das Viertelfinale gegen Rot-Weiss Essen. 

Fotos aus dem Stadion Ratingen: Jochen Classen

TRAINER ÜNSAL BAYZIT VERLÄSST DEN FREUDENBERG

22.10.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Man musste in der Tat zweimal hinschauen, als das Ergebnis des letzten Spiels angezeigt wurde. Der Underdog SC Sonnborn 07 verpasste dem SSV germania 1900 Wuppertal eine satte 0:4 Niederlage. Das war wohl der Punkt, an dem SSV-Trainer Ünsal Bayzit die Konsequenzen zog. Am Mittwoch informierte der Cheftrainer den Vorstand und sprach zu seiner Mannschaft. Seitens des Vereins heißt es: "Mit großen Bedauern nimmt der Vorstand des SSV Germania den Rücktritt von Cheftrainer Ünsal Bayzit zur Kenntnis. "Mit ihm verlieren wir sportlich wie menschlich eine echte Persönlichkeit", so der Vorsitzende von Germania, Thomas Janssen. Dieser Schnitt sei schmerzlich, aber natürlich würde er respektiert. "Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, aber akzeptieren seine Gründe und seine Entscheidung", so Janssen weiter. Der SSV dankt Üni für die rund anderthalbjährige sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm alles Gute.
Das Ruder übernehmen zunächst der bisherige Co-Trainer Mahir Yildirim und Torwarttrainer Cumhur Bayzit. Foto: Odette Karbach

WSV IM POKAL NACH RATINGEN

21.10.26 FUSSBALL NIEDERRHEINPOKAL - Keine Frage: Der WSV will am morgigen Donnerstag im Niederrheinpokal seine Erfolgsserie fortsetzen. Bei einem Sieg beim Oberliga-Rivalen Ratingen winkt der Viertelfinalschlager gegen den starken Drittligisten Rot-Weiss Essen im Stadion am Zoo. Aber erst einmal Ratingen. Dort haben zwei Ex-Wuppertaler das Sagen, Seit Jahren ist dort Ex-Aufstiegskapitän Frank Zilles als Sportlicher Leiter erfolgreich tätig. Seit Jahren ebenfalls erfolgreich Präsident Jens Stieghorst, der hemalige Vorstand des SV Borussia Wuppertal.Punktabzüge kennt Ratingen 04/13 nicht, Im Gegensatz zu Manschester City und Wuppertaler SV.  Beim englischen "Vorzeigeklub" wird  wegen Vergehen zwischen den Spielzeiten 2009/10 und 2017/18 ermittelt. Das Verfahren der Premier League begann 2023. Wegen des fristgerecht eingereichten Einspruchs kann es dennoch lange Zeit dauern, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Der Champions-League-Sieger von 2023 hat Widerspruch gegen das Urteil der Untersuchungskommission eingelegt. Auch dem WSV droht wegen der Insolvenz ein Punktabzug. Aber das wird noch eine Zeitlang dauern. Warum? Weil das Verfahren noch nicht begonnen hat. MAO/Foto: Jochen Classen

LANGENEKE FÜR ENDE

18.10.26 FUSSBALL 3. LIGA - Fortuna Düsseldorf kommt nach dem Zweitliga-Abstieg nicht zur Ruhe. Heute Morgen (18.10.26) wurde Alexander Ende als Cheftrainer entlassen. Damit war nach den letzten Ergebnissen zu rechnnen. Auch sein Nachfolger steht bereits fest: Klub-Legende Jens Langeneke (49(Foto)  steigt von der U23 zu den Profis auf. Schon vor einiger Zeit hatten sich die Bosse auf diese interne Lösung verständigt, sofern es zum Wechsel kommt. Zum einen aus Kostengründen, zum anderen aber auch, weil sie überzeugt sind, dass Langeneke eine Chance verdient hat, nachdem er bei den vorigen Trainerentscheidungen nicht bedacht worden war und es mit anderen Coaches auch nicht klappte. Mindestens bis zur Länderspielpause im November darf er zeigen, dass er das Zeug zum Profitrainer hat. Langeneke saß zuletzt auch beim 1:1 gegen den WSV auf der Oberligabank. Foto: Jochen Classen

BHC GIBT VORSPRUNG NOCH AB UND UNTERLIEGT IN WAIBLINGEN

18.10.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Das Freitagabendspiel verliert der Bergische HC vor 312 Zuschauern beim VfL Waiblingen 27:28. Dabei hatte das Team von Trainer Ruben Voßhans zur Halbzeit noch 17:12 geführt.
Im ersten Liga-Spiel in der Gemeindehalle in Waiblingen (die Rundsporthalle wird saniert) erwischten die „Tigers“ den etwas besseren Start. Beide Mannschaften agierten hektisch und leisteten sich viele technische Fehler. Kompromisslos nutzte Kim Ott ihre Chance bei Würfen aus dem Rückraum und brachte ihr Team auch erstmals in Führung (6:7,14.). In Abwesenheit der beiden etatmäßigen Torhüterinnen Lena Lindemann und Marlene Wagner bot die junge Lena Zakszewski erneut eine ordentliche Leistung und entschärfte insgesamt vier Strafwürfe. Im Angriff sorgte Meggan Rusko für mächtig Wirbel und hebelte die Waiblinger Defensive ein ums andere Mal aus. Da sich zudem Djazz Trabelsi treffsicher vom Siebenmeterpunkt präsentierte, wuchs der BHC-Vorsprung bis zur Pause auf 17:12 an. Wobei die Führung durchaus komfortabler hätte sein können.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hielt der BHC die Waiblingerinnen auf Abstand. Bis eine Zeitstrafe gegen Lucy Krahwinkel und eine Minute später eine Rote Karte gegen die Schweizer Nationalspielerin Norma Goldmann den BHC aus dem Konzept zu bringen schien. Waiblingen blies zur Aufholjagd. Über eine starke Defensive nutzten die Tigers die Überlegenheit im Angriff und holten Tor um Tor auf. Laura Nagy nagelte den Ball unter die Latte zur 21:20-Führung (46.). Ausgerechnet Djazz Trabelsi scheiterte zu Beginn der Crunch-Time vom Punkt. Marie Vorlicek-Michalczik kassierte ihre zweite Zeitstrafe (52.). Dennoch steckte der BHC nicht auf. Kim Ott aus dem Rückraum schaffte den 24:23-Anschluss (53). Aber der BHC bekam es hinten nicht gut verteidigt. Waiblingen legte wieder auf zwei Tore vor.
Im Angriff wurde immer wieder BHC-Torjägerin Svenja Mann gesucht, die prompt verkürzte, aber auch in der Schlussphase zweimal aussichtsreich an der glänzend parierenden Sarah Norregaard Thomsen im Waiblinger Tor scheiterte. Am Ende gewann Waiblingen 28:27 und brachte dem Bergischen HC die erste Niederlage bei. Entsprechend enttäuscht fällt das Statement von Ruben Voßhans nach dem Spiel aus: „Leider haben wir es in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so gut gemacht. Wir hatten sichtbar einen Bruch im Spiel nach der roten Karte gegen Norma Goldmann und der doppelten Unterzahl. Insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht. Waiblingen hatte das Momentum auf seiner Seite und nicht unverdient gewonnen, wobei wir durch unsere eigenen Fehler dazu beigetragen haben. Es ist sehr ärgerlich, da durchaus die Möglichkeit gegeben war, etwas Zählbares mitzunehmen. Wir müssen weiterarbeiten und es im nächsten Spiel besser machen.“
Und das findet am 31.10.2026 statt, wenn der BHC den HC Rödental empfängt. Anwurf in der Sporthalle Wittkulle ist um 18:30 Uhr. Foto: BHC

FUSSBALL-EM DER FRAUEN

16.10.26 STADION AM ZOO - Das Wuppertaler Stadion wurde wie schon bei der Fußball-EM 2024 der Männer als Team Base Camp für die Frauen-Fußball-EM in 2029 ausgewählt. Im Jahr des 100-jährigen Stadtgeburtstages wird Wuppertal also wieder Gastgeber für ein europäisches Team sein. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Die Qualifikationswettbewerbe laufen noch. Residieren wird die Mannschaft erneut im Golfhotel Vesper. Eine erste Informationsveranstaltung des DFB für die Gastgeberstädte findet im November in Düsseldorf statt. Dann wird der weitere Fahrplan bekanntgegeben. Es ist davon auszugehen, dass wieder mehrere Delegationen aus verschiedenen Ländern Wuppertal besuchen, um die Trainingsstätte und das Hotel zu besichtigen.
Im November 2026 soll auch der Kunstrasenplatz am Opphof, Heimplatz vom Bezirksligisten Jugoslavija, fertig gestellt sein. Foto. Stadt Wuppertal

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