OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


LEX-TYGER LOBINGER KAM NACH WUPPERTAL

28.08.26 FUSSBALLCAMP - Na bitte, die Örtliche Fußballschule blickt diesen Sommer auf 10 Jahre Fußballcamp auf dem Dönberg zurück. Das ländliche Areal der Sportfreunde lud in der letzten Ferienwoche wieder zum Kicken ein. Fast wären 100 Kinder beisammen kommen, es liefen genau 95 Kinder in pinkfarbenden Trikots auf und begrüßten am Donnerstag Campgast Lex Tyger Lobinger. Der Stürmer des MSV Duisburg musste an drei Stationen geschickt mit dem Ball umgehen, um seiner lauten Anhängerschaft zu beweisen, dass er die Camptrainer schlagen kann.
In der 3. Liga stand Duisburgs Nummer neun zuletzt beim 4:2-Erfolg beim SC Verl im Fokus. Nach einer spektakulären Aufholjagd verwandelte Lex Tyger Lobinger den Strafstoß und machte sich zum Siegtorschützen.

Fotos vom Sportplatz Dönberg: Odette Karbach

BHC EMPFÄNGT DEN ESV REGENSBURG ZUM LIGA-AUFTAKT

28.08.26 HANDBALL FRAUEN BUNDESLIGA - Eine Woche nach dem knappen Pokal-Aus gegen den Erstligisten Sport-Union Neckarsulm startet der Bergische HC in seine dritte Zweitliga-Saison. Das Team vom neuen Chef-Trainer Ruben Voßhans empfängt am Samstag den ESV 1927 Regensburg.
Anwurf in der Sporthalle Wittkulle in Solingen ist um 18:30 Uhr. Dabei brennt der BHC auf Wiedergutmachung. Beide Partien der vergangenen Saison gingen gegen Regensburg verloren. Mit viel Leidenschaft, Mut und einer starken kämpferischen Leistung begeisterte der Bergische Zweitligist die Fans gegen Neckarsulm.
Gespannt sein darf man auf das Duell der beiden Spielmacherinnen Marie Vorlicek-Michalczik, die nach über zweijähriger Verletzungspause gezeigt hat, welche Verstärkung sie für den BHC sein kann, und Franziska Peter, die im letzten Jahr 158 Treffer für den ESV markierte.
Es bleibt abzuwarten, wie Regensburg den Abgang von Top-Torjägerin Julika Birnkammer kompensiert. Die Linkshänderin erzielte in der letzten Saison 163 Feldtore (Liga-Bestwert) und wechselte zum VfL Oldenburg ins Oberhaus. Ruben Voßhans steht der komplette Kader zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht hinter U20-Weltmeisterin Kim Ott, die an einer Fußverletzung laboriert.
„Wir müssen eine ähnlich kämpferische Leistung wie in der letzten Woche auf die Platte bringen, um gegen Regensburg erfolgreich zu sein. Wir wollen die Emotionen vom Spielfeld auf die Zuschauer transportieren und mit unseren Fans im Rücken eine starke Einheit bilden“, wünscht sich Geschäftsführerin Assina Müller einen erfolgreichen Start in die neue Spielzeit. Foto: BHC

SAISONAUFTAKT IN STUTTGART

28.08.26 HANDBALL BUNDESLIGA - An diesem Freitag beginnt für den Bergischen HC eine besondere Saison: Die 21. Spielzeit der Clubgeschichte ist gleichzeitig die erste, in der die Löwen sich auf internationales Terrain begeben. „Die Teilnahme an der European League haben sich die Jungs verdient. Das sollen sie auch genießen“, sagt Trainer Markus Pütz vor dem ersten Spieltag der Opel Handball-Bundesliga.
Dort will der BHC mit dem Klassenerhalt sein Kernziel erreichen. Gibt es bereits am Freitag um 19 Uhr beim TVB Stuttgart die ersten Punkte in der Porsche-Arena?
„Stuttgart ist klarer Favorit“, betont Arnor Gunnarsson, wie Pütz Cheftrainer beim BHC. „Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten, um dann am Ende zu schauen, was möglich ist.“ Zwar schlossen die Schwaben in der vorigen Saison als Zwölfter und damit nur einen Platz vor den Bergischen ab, doch sie hatten sechs Punkte mehr auf dem Konto und waren die Remis-Könige der Bundesliga. Acht von 34 Stuttgarter Spielen endeten unentschieden.
„Da hat man schon das Potenzial gesehen“, sagt Markus Pütz. „Und in dieser Saison wurde die Mannschaft noch einmal deutlich verstärkt.“ In Mohamed El-Tayar (HC Hamburg) kam ein neuer Torhüter, für den Rückraum sicherte sich der TVB die Dienste von Philipp Meyer (ThSV Eisenach), Mohamed Darmoul (MT Melsungen), Philipp Ahouansou (HSG Wetzlar) und Linkshänder Malte Donker (GWD Minden). Linksaußen Dario Sanz de Nicolas (Ademar Leon) komplettiert die Liste der Zugänge.
Dem gegenüber stehen fünf Abgänge, darunter auch Lenny Rubin, doch „insgesamt ist die Mannschaft deutlich stärker aufgestellt als in der vorigen Saison“, meint Pütz. „Ich glaube, dass Stuttgart in der Bundesliga einen der größten Sprünge nach oben machen wird. Einen einstelligen Tabellenplatz halte ich für sehr wahrscheinlich.“ Trotzdem rechnet sich der BHC zum Saisonauftakt Chancen aus. „Wir müssen am Maximum spielen, damit wir Punkte holen können.“
Das gelte nicht nur die Saisoneröffnung, sondern die erste kleine Serie von Spielen. „Das Auftaktprogramm ist knüppelhart“, wissen die Trainer. In der kommenden Woche (Mittwoch, 2. September, 20 Uhr und Samstag, 5. September, 20 Uhr) sind die SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen zu Gast in der Unihalle Wuppertal. Am vierten Spieltag geht es zum HC Erlangen, danach folgen Partien gegen die Füchse Berlin und beim VfL Gummersbach. „Die Saison wird nicht in den ersten Begegnungen entschieden. Wir müssen langfristig unsere Leistung bringen“, sagt Pütz.
Natürlich rechnen sich die Löwen schon an diesem Freitag Chancen aus. Die Vorbereitung war allerdings nicht ganz einfach. „Wir haben viele Angeschlagene“, erklärt Gunnarsson. „Als wir im Training die Stuttgarter Laufwege simulieren wollten, ging das einfach nicht.“ Das ist besonders bei einem Gegner wie dem TVB ärgerlich, denn die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann spielt in vielen Bereichen einen eigenwilligen Handball. Bekannt ist der Coach vor allem dafür, mit vier Rückraumspielern zu agieren und auf einen klassischen Kreisläufer zu verzichten. „Das wird sich in dieser Saison auch nicht ändern.“
Die BHC-Trainer wollen den Schwung des letzten Testspiel-Erfolgs mit nach Stuttgart nehmen. „Beim 31:23 gegen Lemgo haben wir eine gute Leistung gezeigt. Leider waren wir nicht während der gesamten Vorbereitung so konstant“, sagt Pütz. Die Freude auf den Start sei dennoch bei allen Beteiligten riesig.

LINUS FRÖHLICH BINDET SICH AN DEN WSV

26.08.26 FUSSBALL OBERLIGA - Der Wuppertaler SV hat mit Linus Fröhlich ein weiteres Talent aus dem eigenen Nachwuchs an den Verein gebunden. Der 17-jährige Mittelfeldspieler hat seinen ersten Vertrag im Seniorenbereich unterschrieben und gehört ab sofort fest zum Oberliga-Kader von Cheftrainer Tim Schneider.
Der aus Remscheid stammende Rechtsfuß durchlief die Nachwuchsmannschaften des WSV und konnte bereits in der vergangenen Saison erstmals bei der 1. Mannschaft auf sich aufmerksam machen. Im letzten Regionalliga-Spiel gegen den Bonner SC feierte Fröhlich sein Debüt im Seniorenbereich. In diesem Sommer absolvierte er anschließend die komplette Vorbereitung mit der Oberliga-Mannschaft und sammelte dabei weitere wichtige Erfahrungen. Auch zum Saisonstart stand der 17-Jährige direkt auf dem Platz: In den ersten beiden Spielen der Oberliga Niederrhein absolvierte Fröhlich jeweils die komplette Spielzeit. Auch im Pokalspiel kam der Mittelfeldspieler zum Einsatz.
Für Linus stehen derzeit zwei Dinge auf dem Tagesplan: Schule und Fußball. Die Begeisterung für den Sport liegt bei Fröhlich zudem in der Familie: Seine große Schwester spielt in der 2. Frauen-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg. Nun möchte der junge Mittelfeldspieler selbst die nächsten Schritte in seiner Entwicklung gehen und sich im Seniorenbereich etablieren.
Vorstand Sport Lennart Strufe: „Linus hat in den vergangenen Monaten eine sehr gute Entwicklung genommen und sich die Chance auf den Schritt in unseren Oberliga-Kader verdient. Besonders positiv ist, mit welcher Selbstverständlichkeit er sich in der Vorbereitung in die Mannschaft eingefügt hat. Trotz seines jungen Alters bringt er bereits eine gute Mentalität mit und scheut sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. Für uns ist es wichtig, jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs eine Perspektive zu geben. Bei Linus sehen wir die Voraussetzungen, dass er sich mit den Anforderungen im Seniorenfußball weiterentwickeln und seinen Weg beim WSV gehen kann.“
Mit der Vertragsunterzeichnung setzt der WSV den eingeschlagenen Weg fort, talentierten Nachwuchsspielern aus dem Löwenstall den Übergang in den Seniorenbereich zu ermöglichen. Für Fröhlich ist damit der nächste Schritt auf seinem Weg vom Nachwuchs- in den Oberliga-Fußball gemacht. Foto: Jochen Classen

ARLIND BAJRAMI RÜCKT IN DEN OBERLIGA-KADER AUF

26.08.26 FUSSBALL OBERLIGA - Der Wuppertaler SV setzt seinen eingeschlagenen Weg mit jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs weiter fort. Arlind Bajrami gehört ab sofort fest zum Oberliga-Kader des WSV. Der 18-Jährige stammt aus dem eigenen Löwenstall und hat sich mit seinen Leistungen in der U17 und U19 für den nächsten Schritt empfohlen.
Bereits in der vergangenen Saison konnte der Linksfuß sowohl in der U17 als auch in der U19 sein Können unter Beweis stellen. Auch in der laufenden Saison sammelte er bereits erste Einsätze bei der Oberliga-Mannschaft und zeigte dabei, dass er auch auf diesem Niveau mithalten kann. Obwohl er aufgrund seines Alters theoretisch noch eine komplette Saison in der U19 spielen könnte, geht er nun den Schritt in den Seniorenbereich.
Mit seiner Zweikampfstärke, seinen fußballerischen Qualitäten und seiner Flexibilität bringt der 18-Jährige wichtige Eigenschaften für den Oberliga-Kader mit. Besonders sein guter linker Fuß ermöglicht es ihm, auf der gesamten linken Seite eingesetzt zu werden und dem Team dadurch zusätzliche Möglichkeiten zu geben. Auch international hat er bereits Erfahrung gesammelt und kommt auf Einsätze für verschiedene U-Nationalmannschaften des Kosovo.
Vorstand Sport Lennart Strufe: „Arlind verbindet mit seinen 18 Jahren bereits Zweikampfstärke, fußballerische Qualitäten und Flexibilität. Mit seinem guten linken Fuß kann er auf der gesamten linken Seite eingesetzt werden und gibt uns dadurch unterschiedliche Möglichkeiten. Gleichzeitig zeichnet ihn seine Bereitschaft aus, in jeder Situation intensiv zu arbeiten und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Diese Eigenschaften und Fähigkeiten haben uns davon überzeugt, Arlind nun aus unserer U19 in den Seniorenbereich zu übernehmen und sein Entwicklungspotenzial weiter auszubauen. Somit führen wir den eingeschlagenen Weg mit unserer Nachwuchsarbeit konsequent weiter.“
Mit der Berufung von Arlind Bajrami schafft der WSV den nächsten Übergang aus dem eigenen Nachwuchs in den Seniorenbereich und gibt einem weiteren Talent aus dem Löwenstall die Möglichkeit, sich dauerhaft bei der Oberliga-Mannschaft zu etablieren. Foto: Odette Karbach

TIM DOMANN LÄSST DIE BURSCHEN JUBELN

23.08.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Der Aufsteiger aus Barmen etabliert sich prächtig in der neuen Liga. Der SC Breite Burschen Barmen war zu Gast beim SSV Germania 1900 Wuppertal. Im kampfbetonten Spiel sahen die Hausherren eher blass aus. Durch ein Eigentor gerieten die Blauhemden in Führung, aber in der 31. Minute kam durch Carlo Colucci der Ausgleichstreffer zum 1:1 Pausenstand.
Auf der Tribüne mischten sich ein paar Füchse zwischen den grün-gelben Burschenfans. Der FSV Vohwinkel war bereits um 12 Uhr in Solingen gefragt, wo sie die 1. Spvg. Solingen-Wald II mit 2:3 schlugen. Nico Sudano dürfte zufrieden sein mit dem Spiel seines Freundes Pascal Glittenberg. „Calli“ setzte Akzente und hatte den Führungstreffer auf dem Fuß. Sein Schuss verfehlte aber genau so knapp das Tor wie der Schuss von Ege Erdem. Nun gut, bei den Burschen wollte das Runde auch nicht ins Eckige und es sah nach einer Punkteteilung aus. Tim Domann blieb aber torgefährlich und forderte in der 91. Minute Germanen-Keeper Leon Jovceski heraus. Dieser parierte mit Bravour! Allerdings bekam Tim erneut den Ball vor die Füße und nahm das Geschenk dankend an. Beim 1:2 Endstand entführten die Burschen drei Punkte nach Barmen.

Fotos vom Freudenberg: Odette Karbach

OSENBERGS SCHNELLES TOR ZUM SIEG

23.08.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Zweiter Spieltag. Zweites Auswärtsspiel Zweite Minute. Endlich konnte Wuppertal-Heimkehrer Mike Osenberg (FOTO) beweisen, dass er das Zeug zum Torjäger hat. Der 26-jährige Stürmer erzielte das ebenso frühe wie einzige Tor für den Bezirksligisten Cronenberger SC beim SC Reusrath. Klar, dass sich Osenberg, der vor acht Jahren die U 19 des WSV mit 27 Treffern in die Bundesliga geschossen hat, über den 1:0-Erfolg mit seinen neuen Teamkollegen mächtig freute. Ein Sieg fürs Selbstbewusstsein. Auch im nächsten Match ist ein Dreier eingeplant. Gegen Gräfrath. Natürlich wieder auswärts. Weil in Cronenberg gebaut wird. Foto: Odette Karbach

BHC VERPASST POKALÜBERRASCHUNG GEGEN NECKARSULM KNAPP

22.08.26 HANDBALL FRAUEN DHB-POKAL - Der Bergische HC hat dem Erstligisten Sport-Union Neckarsulm in der 1. Runde des DHB-Pokals einen großen Kampf geliefert. Vor einer lautstarken Kulisse in der Sporthalle Wittkulle hielt der Zweitligist die Partie bis in die Schlussminuten völlig offen und musste sich am Ende nur knapp mit 27:30 (13:13) geschlagen geben.
Dabei erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Angeführt von National-Linksaußen Antje Döll setzte sich Neckarsulm schnell auf 1:4 ab. BHC-Neuzugang Marie Vorlicek-Michalczik gelang in der fünften Spielminute nach langer Verletzungspause der erste Treffer für ihr Team. Kurioserweise erzielte die Ex-Nationalspielerin ihren letzten Treffer vor über 25 Monaten ebenfalls gegen Neckarsulm, bevor ihre Leidenszeit begann. Mit zunehmender Spieldauer fand das Team vom neuen BHC-Trainer Ruben Voßhans in die Partie, kämpfte sich zurück und drehte das Ergebnis zwischenzeitlich auf 9:7.
Torjägerin Svenja Mann traf per Strafwurf (19.). Beim 12:10 durch Kim Ott lag der BHC weiterhin vorn, ehe es mit einem 13:13-Unentschieden in die Halbzeitpause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie völlig offen. Der BHC hielt dem Tempo und der Qualität des Erstligisten nicht nur kämpferisch entgegen, sondern überzeugte auch spielerisch. Besonders Marie Vorlicek-Michalczik drückte der Partie mit ihrer Erfahrung den Stempel auf. Mit ihrer Spielsteuerung und Übersicht gab sie der Mannschaft viel Sicherheit und harmonierte in Abwehr und Angriff glänzend mit Geburtstagskind Veki Tolic. Im Rückraum sorgten zudem Kim Ott und Svenja Mann immer wieder für Torgefahr und überzeugten mit einer starken Abschlussquote. Eine Überzahl-Situation nutzte der Erstligist zu einem 4:0-Lauf und setzte auf 17:21. Die frühere Gräfratherin Paulina Uscinowicz erzielte das 18:22 (43). Eine Vorentscheidung? Nein. Der BHC kämpfte sich erneut zurück, kam über die junge Meggan Rusko, Marie Vorlicek-Michalczik und Veki Tolic wieder in Schlagdistanz (21:22, 45.).
Die Schlussphase entwickelte sich schließlich zu einem echten Pokalkrimi. In der 50. Minute traf U20-Weltmeisterin Kim Ott zum 24:24-Ausgleich und zwang Neckarsulms Die Halle war jetzt endgültig da und trieb den BHC nach vorn. Auch in den letzten Minuten blieb die Überraschung greifbar. Marie Vorlicek-Michalczik sorgte in der 55. Minute noch einmal für den Ausgleich. Erst danach konnte sich der Erstligist entscheidend absetzen. Beim 26:28 durch die überragende Sina Ehmann in der 58. Minute nahm der BHC noch einmal eine Auszeit. Svenja Mann verkürzte anschließend auf 27:29, ehe erneut Ehmann mit dem Treffer zum 27:30 die finale Entscheidung herbeiführte. Sie erzielte in der entscheidenden Phase die letzten drei Treffer für die Sport-Union. Auf Seiten der Gäste sorgten insbesondere die beiden Außenspielerinnen Meret Ossenkopp, mit insgesamt acht Treffern erfolgreichste Werferin der Partie, und Antje Döll immer wieder für Gefahr. Auch konnte sich Neckarsulm auf die Wurfkraft der Schwedin Fanny Elovson verlassen, die in knappen Situationen stets zur Stelle war.
Am Ende fehlte dem BHC nur wenig zur großen Pokalüberraschung. Viel wichtiger als das Ergebnis dürfte jedoch die Art und Weise gewesen sein, wie sich der Zweitligist gegen einen Bundesligisten präsentierte. Mit viel Leidenschaft, Mut und einer starken kämpferischen Leistung machte der BHC deutlich, dass mit der Mannschaft in der neuen Saison zu rechnen ist.
Trainer Ruben Voßhans zeigte sich nach seinem ersten Pflichtspiel entsprechend stolz: „Wir haben heute alles gegeben und der Sport-Union alles abverlangt. Kompliment an meine Mannschaft für die engagierte Leistung und Glückwunsch nach Neckarsulm.“
Für den BHC endet damit zwar die Pokalreise, die Leistung gegen den Erstligisten macht aber Lust auf die bevorstehende Saison. Am kommenden Samstag empfängt der BHC den ESV Regensburg zum ersten Meisterschaftsspiel. Anwurf in der Sporthalle Wittkulle ist um 18:30 Uhr. Foto: Kevin Becher

BHC SCHLÄGT LEMGO

22.08.26 HANDBALL TESTSPIEL - Der Vohwinkeler STV richtete das letzte Spiel dieser Vorbereitung für den Bergischen HC aus. Das Match in der Sporthalle Nocken war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Mit 300 Zuschauern war das Duell gegen Bundesliga-Konkurrent TBV Lemgo Lippe ausverkauft. Dazu gelang den Löwen ein am Ende bemerkenswert deutlicher 31:23 (15:13)-Erfolg.
„Das war viel besser als vor zwei Wochen mit den Niederlagen gegen Dormagen und Ferndorf“, zeigte sich BHC-Trainer Arnor Gunnarsson zufrieden. „Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wir haben dieses Spiel so vorbereitet wie wir es in der Bundesliga machen.“ Trotzdem betonte der Isländer: „Es war ein Test. Wir müssen auf dem Boden bleiben.“
Ein gutes Gefühl für den Saisonstart am kommenden Freitag beim TVB Stuttgart dürfte sich die Mannschaft aber erarbeitet haben. Gerade im gebundenen Angriff klappte bei den Löwen sehr viel. Fynn Hangstein übernahm viel Verantwortung, traf aus allen Lagen und versenkte souverän die Siebenmeter. Insgesamt 13 Mal war der Spielmacher erfolgreich. „Wir haben auch schon in der ersten Halbzeit gute Lösungen gefunden“, sagte Gunnarsson. Das Match blieb lange eng, doch vor der Pause erarbeiteten sich die Bergischen einen Vorteil. In der Abwehr fand die Mannschaft besser ins Spiel und profitierte dabei auch von einigen Paraden Christopher Rudecks.
Nach Wiederbeginn startete der Keeper erneut mit einem gehaltenen Ball, bevor Kristian van der Merwe übernahm. Der Däne entschärfte viel und war damit ein Grund für die immer deutlicher werdende Überlegenheit des BHC. Im Angriff präsentierte sich die Truppe weiterhin sehr effizient, traf später auch beim Einsatz des siebten Feldspielers. Lemgo spielte derweil selbst viel zu siebt in der Offensive. „Ich glaube, das hätten wir noch besser verteidigen können, aber das müssen wir uns im Video noch einmal anschauen“, meinte Gunnarsson.
Zehn Minuten vor Schluss standen die Bergischen als Sieger fest. Am Ende wurde es sogar noch sehr deutlich. Tim Hilding setzte den Schlusspunkt mit einem spektakulären Sprungwurf. „Das war sehr deutlich. Tim Hilding setzte den Schlusspunkt mit einem spektakulären Sprungwurf. „Das war ein guter letzter Test - wobei Lemgo vielleicht etwas müde war und auch einige Verletzte hatte. Das gilt aber auch für uns“, sagte Gunnarsson. Janik Schrader konnte mit einer Fußverletzung nicht spielen, Nico Schöttle kam nur kurz in der Abwehr zum Einsatz. Sören Steinhaus kehrte zwar in den Kader zurück, stand aber nur für einige Minuten zur Verfügung. Archivfoto: Jochen Classen
Bergischer HC: Rudeck, Van der Merwe (1) - Becher (1), Da Rocha Viana, Steinhaus (2), Schöttle, Hangstein (13/4), Babak, Hilding (4), Babarskas (1), Bergner (3), Kooij, Wasielewski (3), Fuchs (3), Püttmann

HEIMPREMIERE MISSGLÜCKT

22.08.26 FUSSBALL OBERLIGA - Mit nur 24 Jahren gehört Dario Biancardi (Foto links gegen Scheibe) zu den ältesten Spielern des neuen WSV-Kaders. Auch Biancardi kämpfte vorbildlich, konnte aber auch nicht die 1:3-Niederlage bei der Heimpremiere verhindern. Die SpVg Schonnebeck führte schon zur Pause mit 3:0, siegte schließlich mit 3:1 und nahm erfolgreiche Revanche für die Pokalniederlage vor 12 Tagen. Diesmal durften zwar wieder Zuschauer dabei sein, aber es kamen nur 1770 Besucher. Die sahen einen WSV, der erst in der zweiten Halbzeit überzeugen konnte, nachdem Trainer Tim Schneider endlich sein Team umgestellt hatte. Dem 19-jährigen Aria Amyn blieb es vorbehalten, nach einigen vergebenen Chancen das 1:3 zu erzielen. Er verwandelte einen Foulelfmeter in der 88. Minute, nachdem er selbst gefoult worden war. 

Fotos aus dem Stadion am Zoo: Jochen Classen

SPÄTE EHRUNG IM RATHAUS

21.08.26 HANDBALL DHB POKAL GEGEN NACKARSULM - Mittwoch im Barmer Rathaus, heute im Pokal gegen den Bundesligisten SV Neckarsulm. Viel Arbeit für Deutschlands grösstes Torwarttalent Lena Lindemann und die Frauen des Bergischen HC, die am heutigen Freitagabend in der Solinger Heimathalle Wittkulle (Anwurf 19 Uhr) in der ersten Pokalrunde antreten. Die Gäste mit ihrer Top-Nationalspielerin Antje Döll sind klare Favoritinnen.
Der Empfang bei Oberbürgermeisterin Miriam Scherff im Rathaus war längst fällig. Die Wuppertalerin Lena Lindemann war 2025 mit den deutschen Juniorinnen Europameister geworden und 2026 hatte Lena mit ihrer BHC-Teamkollegin Kim Ott sogar den WM-Titel geholt. Doch eine verdiente Ehrung sowohl beim Goldenen Triangulum als auch bei der Wuppertaler Sportlerehrung blieb aus, weil die Wuppertaler Handballerin für einen Solinger Klub spielt. Umso erfreuter war die kleine BHC-Delegation darüber, dass sie von OB Scherff empfangen wurde. Foto: Steffi Osenberg

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